Die intellektuelle und moralische Verarmung des Feminismus
Die kluge Bettina Röhl rechnet mit den Sex-Mythen des Feminismus ab.
Zitate:
“Was treibt eigentlich die Profi-Feministen um? Was hält sie – oft ein Leben lang – im Geschlechterkampf gefangen? Wer sind diese gewerbsmäßigen Sex- und Feminismusexperten? Wäre nicht zu erwarten, dass sie zunächst einmal sich selber zu erkennen geben und ihre Motive und ihre eigene Sex-Geschichte auf den Tisch legen und dies nicht nur in befangener Eigenanalyse, die auf Veröffentlichungsfähigkeit getrimmt ist? Wer derart massiv in das wohl wichtigste Thema der Menschheit und bei jedem einzelnen Individuum ins Eingemachte eingreift, müsste sich doch wohl permanenter, öffentlicher Supervision unterziehen.”
“Wir haben gelernt und hören es jeden Tag: Wir Frauen sind die besseren Menschen, unser Leben ist wertvoller, wir sind die clevereren Managerinnen, das lebenstüchtigere Geschlecht und die emotional Stärkeren. Dass Frauen heute statistisch sieben Jahre länger leben als Männer, ficht uns nicht an. Frauen haben, so die Biologisten des Feminismus, eben einfach die besseren Chromosomen. Oder gibt es etwa männerspezifische Nachteile in dieser Gesellschaft?”
“Da, wo der Feminismus gekippt ist und einzelne Frauen den Feminismus nur noch für ihre persönliche Karriere missbrauchen – und dies nicht nur gegen Männer, sondern auch unter Aufgabe jener Frauensolidarität, die den Feminismus einst ausmachte –, ist der Feminismus heute nicht nur intellektuell, sondern auch moralisch verarmt. Fehlt dem Feminismus ein Spielgefährte, ein dialektischer Widerpart?”