Hermann L. Gremlizas lebenslanger Kampf gegen die israelfreundliche Springerpresse

Im neuesten Newsletter der Zeitschrift KONKRET schreibt der Herausgeber Hermann L. Gremliza unter der Überschrift “Broder, Springer und die Guten” bzw. läßt schreiben:

Wußten Sie, daß es ein “publizistisches Netzwerk” gibt, das sich “Die Achse
des Guten” nennt und als zwei der neun “Herausgeber” neben dem bekannten
Henryk M. Broder auch einen weithin unbekannten Hannes Stein aufführt? Und
wissen Sie, wozu die Achse des Guten gut ist? Nein? Dann lesen Sie mal, was
der Herausgeber Stein über die Neuausgabe eines Buchs des Herausgebers
Broder in Springers “Welt” Gutes hineingeschrieben hat:
“Alles in diesem Buch ist immer noch wahr … Für dieses Buch gilt in hohem
Maße ein Satz von Karl Kraus: ,Die grellsten Erfindungen sind Zitate.´
Unglaublich etwa die Einlassung von Rudolf Augstein, der allen Ernstes
“keinen moralischen Unterschied” zwischen ,der schweigenden Mehrheit der
Deutschen´ in der Nazizeit und ,der schweigenden Mehrheit der Juden´ sah.
Unglaublich die brotmesserscharfe Analyse von Hermann Gremliza, dem Chef
des linksradikalen Magazins KONKRET, es handle sich bei Israel um ,das
staatsförmige Eingreifkommando der USA im Nahen Osten´. Dummheiten von
vorgestern. Die Linke wurde mittlerweile nicht nur marginalisiert, sie hat
sich vor allem gespalten… Derselbe Gremliza, der 1984 noch verkündete, es
sei eine ,im Hause Springer erfundene These, Kritik am Zionismus, Ablehnung
der israelischen Politik und Solidarität mit den Palästinensern seien die
Fortsetzung der nationalsozialistischen Judenverfolgung mit anderen
Mitteln´ - derselbe Gremliza erfüllt heute die Einstellungsvoraussetzungen
des Hauses Springer wenigstens in einem Punkt: Er verteidigt ohne Wenn und
Aber das Lebensrecht Israels. Das ist die gute Nachricht.”
Die schlechte ist, daß Gremliza von der Erfüllung der
Einstellungsvoraussetzungen in wenigstens einem Punkt auch dann keinen
Gebrauch macht, wenn ihn - wie vor kurzem - der Chefredakteur der “Welt”
als Kolumnisten zu gewinnen versucht. Was ihn dazu bestimmt, ist die von
ihm 1983 über Springers Redaktionen geäußerte Einsicht, “daß sich die
besten deutschen Freunde der israelischen Politik aus dem Lager der
dumpfsten NS-Mitläufer rekrutieren”. Die alten Nazis (wie der
Judennasen-Zeichner vom “Völkischen Beobachter”, der jahrzehntelang als
Chefkarikaturist der “Welt” amtierte) sind tot oder im Heim, keiner ihrer
Nachfolger hat je das ihm zugefallene publizistische Erbe ausgeschlagen.
In derselben Kolumne von 1983 hatte Gremliza geschrieben, “daß der Staat
Israel nicht nur ein Ort ist, an dem Juden endlich frei von der Angst vor
Pogromen leben können, sondern leider zugleich ein Außenposten der
westlichen, ausbeutenden Welt mitten in einem Teil der ausgebeuteten.
Israel ist auch das staatsförmige Eingreifkommando der USA im Nahen Osten.”
Ein vielleicht damals schon kritikwürdiger Satz, den sein Verfasser heute
nicht wiederholen würde. Broder aber streicht seit 1986, als er sich zum
erstenmal drüber hermachte, dem “sondern leider auch” des Satzes das den
Gedanken konstituierende “nicht nur” weg. Die Fälschung wurde in KONKRET
mehrfach aufgeführt. Broder aber bleibt dabei. Er kann nicht anders. “Wir
dürfen”, beschwor Berti Vogts seine Kloppertruppe, “den Gegner nicht ins
Spiel kommen lassen.” So auch dürftige Polemiker - sie dürfen den Gegner
nicht ausreden lassen. Die grellsten Zitate, die sie bringen, sind
Erfindungen.

Auch nach mehrmaligem Lesen des Gremliza-Zitats will mir nicht einleuchten, was daran denn nun gefälscht bzw. erfunden sein soll. Gremliza nennt 1983 Israel “das staatsförmige Eingreifkommando der USA im Nahen Osten”, Broder zitiert es 1986 korrekt und Stein zitiert 2005 ebenso korrekt nach Broder. Gremliza hat es wortwörtlich so geschrieben: Israel ist “das staatsförmige Eingreifkommando der USA im Nahen Osten”. Schön, das Zitat ist “aus dem Zusammenhang gerissen”, wie jedes Zitat. Aber der Zusammenhang macht’s nicht besser. Abgesehen von dem antiimperialistischen Schwurbel (”Außenposten der westlichen, ausbeutenden Welt mitten in einem Teil der ausgebeuteten”), sind Gremlizas Beschwichtigungsfloskeln “sondern leider auch” und “nicht nur” (das den Gedanken konstituiert) dieselben wie die der heutigen linken friedensbewegten Antizionisten: Natürlich hat Israel ein Existenzrecht, aber … Natürlich sind Selbstmordattentate unentschuldbare Verbrechen, aber eben “nicht nur” …

In Wirklichkeit ist es Gremliza wohl einfach peinlich, daß man ihm draufgekommen ist, und ihm seinen “vielleicht damals schon” kritikwürdigen Satz noch einmal ins Gedächtnis ruft. Nun distanziert er sich freilich nicht von seinem antizionistischen Quark von 1983, sondern verteidigt seine Äußerung noch heute (auch wenn er sie “nicht wiederholen würde”) - will sie vielleicht sogar als damals allein mögliche Form der Israelsolidarität verkaufen. Als würde der antisemitische Schmarren vom imperialistischen US-Außenposten durch den Hinweis geadelt, daß dort auch Leute leben, die keine Angst vor Pogromen mehr haben wollen.

Selbstkritik ist Gremlizas Sache also nicht, stattdessen haut er auf den alten Popanz und Pappkameraden namens Springer-Presse ein, weil die Rezension der Neuausgabe von Broders Buch nunmal in der WELT erschien - eine Rezension, in der Gremliza übrigens auf eine Art und Weise gewürdigt wird, die ihm fast schon zuviel Ehre antut. Statt dem Rezensenten dafür dankbar zu sein (er hätte über Gremlizas zweideutiges Verhältnis zu Israel und zum islamischen Terror - Stichworte: 9/11 und Moshe Zuckermann - nämlich auch weniger Schmeichelhaftes berichten können), stellt er ihn als verkappten Nazi dar: “Die alten Nazis [bei der WELT] sind tot oder im Heim, keiner ihrer Nachfolger hat je das ihm zugefallene publizistische Erbe ausgeschlagen.”

Mal sehen, welcher Fälschung und Erfindung Gremliza mich nun bezichtigt, da ich diesen Satz von ihm zitiert habe.

Veröffentlicht in: on Juli 29, 2005 at 2:13 Kommentare (2)

Der Riß, der durch Freundeskreise geht, …

… geht auch durch Popgruppen. Aus einem Interview mit Neil Tennant und Chris Lowe von den Pet Shop Boys mit dem Tagesspiegel:

TAGESSPIEGEL: Einige linke Londoner Politiker ziehen eine direkte Verbindung vom britischen Engagement im Irak zu diesen Anschlägen. Sie waren im Vorfeld des Irakkrieges eine der wenigen Popbands, die nicht explizit gegen den Krieg waren…

LOWE: …wir waren tief gespalten! Ich war immer dagegen und glaube, der Krieg hat wahrscheinlich die Unterstützer der Terroristen gestärkt, nicht geschwächt.

TENNANT: Ich dagegen war sehr dafür, Saddam Hussein zu beseitigen, wegen der Menschenrechte, und weil er eine Bedrohung des ganzen Mittleren Ostens darstellte.

Dann müssten Sie ja heute ganz zufrieden sein, Mr. Tennant, nachdem Saddam im Gefängnis sitzt.

TENNANT: Nein. Ich hatte gedacht, die Amerikaner hätten einen klaren Plan, wie sie nach dem Krieg die Verhältnisse im Irak verbessern wollen. Das war leider nicht so. Das ist sehr desillusionierend. Heute sehe ich das ganze Unternehmen sehr kritisch.

LOWE: Ich hatte dich gewarnt.

TENNANT: Ja, ja. Aber ob es wirklich eine Verbindung gibt zwischen den Anschlägen und dem Irakkrieg, das ist schwer zu sagen. Noch wissen wir – anders als damals bei der IRA – ja nicht mal genau, was die Täter vom 7. Juli erreichen wollten. Und die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA fanden vor dem aktuellen Irakkrieg statt.

LOWE: Ja, aber die waren eine Reaktion auf das, was die US-Regierung in den Jahren davor gemacht hat! Auf den ersten Irakkrieg 1990, auf das militärische Engagement der USA in Saudi-Arabien und so weiter.

TENNANT: Ich habe da meine Zweifel.

Gut zu wissen, daß Tennant, und nicht Lowe, der Kopf der Pet Shop Boys ist.

Veröffentlicht in: on Juli 25, 2005 at 4:05 Kommentare (5)

Wie Klaus Wagenbach einmal sogar die Polizei schätzen lernte

Aus einem Interview mit dem Tagesspiegel:

[Mein Verhältnis zur Polizei] war ablehnend, milde ausgedrückt. Aber es hat sich gewandelt. (…) Das bewirkte Salman Rushdies Buch „Die satanischen Verse“, das 1988 auf Englisch erschien. Ein verrückter Imam hatte aufgefordert, den Autor zu töten, jeden Übersetzer und jeden Verleger umzubringen, der es wagt, dieses Buch zu veröffentlichen. Ich habe mit Michael Naumann geredet, dem Chef bei Rowohlt. Wir sagten: Das Buch muss raus. Wir machten das in einem nicht existierenden Verlag, den nannten wir „Artikel 19“, ich habe die linken Verleger eingesammelt und Naumann die konservativen. Das Buch erschien, die Hintermänner blieben geheim, die Mullahs haben getobt. (…) Günter Grass als Mitglied der Akademie der Künste hat gesagt, wir müssen eine öffentliche Diskussion über die Meinungsfreiheit machen. Tapferer Mann, nicht? Nur die Akademie hat gezittert, sie wollte nicht. Da ist Grass aus der Akademie ausgetreten. Er hat dann einen anderen Saal gefunden, an der Hasenheide. Oben auf dem Podium gaben wir ein gutes Ziel ab, der Saal war rappelvoll, ich hatte wirklich Angst. Da sah ich an den Wänden im Abstand von einem Meter Polizisten stehen und dachte: Gott sei Dank, sie sind doch zu etwas nütze.

Auch für Otto Schily findet Klaus Wagenbach lobende Worte:

… das mit den biometrischen Daten ist mir nicht so sympathisch. Aber man vergisst eine große Leistung von Otto Schily, dass er 50 Jahre nach dem Krieg endlich ein Blut-und-Boden-Staatsbürgerschaftsrecht gekippt hat. Das hat sich von den Konservativen keiner getraut. Jeder Russe etwa, der eine deutsche Ururgroßmutter hatte, konnte kommen und auf Russisch sagen: Ich bin Deutscher. Ein Türke, der in Berlin geboren ist und nur bruchstückhaft türkisch konnte, war kein Deutscher. So war das Gesetz, skandalös! Das hat Otto geändert, dafür bewundere ich ihn. (…) Jeder Innenminister auf der Welt ist verhasst. Weil er auch Polizeiminister ist. Die Polizei wird nicht überall geliebt, logisch. Aber ich wollte Otto mal loben, auch wenn Ihnen das nicht gefällt.

Veröffentlicht in: Allgemeines on Juli 15, 2005 at 8:47 Kommentare (0)

Caroline Fetscher

Auch die Jugoslawienexpertin und Tagesspiegel-Autorin Caroline Fetscher ist jetzt unter die Blogger gegangen. Justworld heißt ihre sehr empfehlenswerte Website. Es finden sich dort Texte zu Srebrenica, den Wahlen im Iran, Peter Handke - und, als besonderes Schmankerl, die Rede, die Condoleezza Rice in Kairo gehalten hat. Enjoy!

Veröffentlicht in: on Juli 13, 2005 at 4:09 Kommentare (0)

Okzidentalismus

Ian Buruma und Avishai Margalit, die Autoren des Buches “Okzidentalismus” halten am Donnerstag, den 14. Juli 2005 um 19 Uhr, im Einstein Forum in Potsdam einen Vortrag mit dem Titel: “The West and the Rest. On Occidentalism”.

Veröffentlicht in: on Juli 12, 2005 at 5:52 Kommentare (0)

Beim antizionistischen Selbstgespräch in Leipzig

Die Vorgeschichte:

Henryk Broder über Hajo G. Meyer und dessen Verleger Abraham Melzer.

Die Achse des Guten über die antizionistische Ringvorlesung “Deutschland - Israel - Palästina”, des Leipziger Philosophen Georg Meggle, der, ganz professioneller Tabubrecher, zuvor schon Peter Singer und Ted Honderich promotet hat.

Als unsere Berliner Delegation um 18 Uhr in Leipzig eintrifft, wird sie eines Häufchens unermüdlicher Montagsdemonstranten ansichtig, die per Megaphon ihrer Genugtuung darüber Ausdruck verleihen, daß ein Erzkapitalist namens Pedorr Hotz über eine Bordellaffaire gestolpert sei. Über dem Haupteingang der Universität prangt ein gußeisernes Lenin-Relief. Schon aus ästhetischen Gründen suchen wir alsbald Zuflucht im Hörsaalgebäude, wo der Vortrag „Das Ende des Judentums“ von Hajo G. Meyer stattfinden soll, im Rahmen der antizionistischen Ringvorlesung „Deutschland – Israel – Palästina“, organisiert von dem professionellen Tabubrecher Georg Meggle. Zu Beginn der Vorlesung erfreut Meyers Verleger Abraham Melzer, der sich große Verdienste als Herausgeber der einzigen werkgetreuen deutschsprachigen Prinz-Eisenherz-Gesamtausgabe erworben hat, die Zuhörerschaft mit dem Bekenntnis: „Ich bin Jude“. Dennoch befinde er sich derzeit im Clinch mit der israelischen Botschaft, da er auf seine israelische Staatsangehörigkeit verzichten wolle, man ihn aber nicht ließe. (Die israelische Botschaft braucht sicher keine Ratschläge, dennoch finde ich, sie könnte ihn getrost ziehen lassen.) Melzer vergleicht die Situation im heutigen Israel mit der in Deutschland kurz nach der „Machtergreifung“ 1933. Unter jungen Israelis sei es angeblich schick, sich KZ-Nummern auf den Unterarm tätowieren zu lassen, um gegen den (natürlich nur halluzinierten) weltweiten Antisemitismus zu protestieren. Das habe er in Ha’aretz gelesen. Endlich kündigt er Hajo Meyer an, nicht ohne ungefähr fünfmal dessen Status als Auschwitzüberlebender zu betonen.

Nun tritt der achtzigjährige Meyer auf, stellt sich noch einmal selbst als Auschwitzüberlebender vor und bedient sich für seinen Vortrag des guten alten Overheadprojektors, in Leipzig als Polylux bekannt. Seine Assistentin, eine ältere Dame mit Dutt, hat die Aufgabe, alle paar Minuten die Folien zu wechseln, auf denen in haarsträubender Orthographie und in wirren Satzkonstruktionen die, nun ja, Kernthesen des Vortrags nachzulesen sind. Die gehen so: Es gebe zwei Varianten des Judentums, eine gute und eine böse. Die böse gehe auf den Propheten Josua zurück und sei gekennzeichnet durch ethnische Absonderung; deren Merkmale seien die Speisegesetze, das Bilderverbot, das Bewußtsein der Auserwähltheit und ähnlicher „Scheißdreck“ (Meyer). Diese jüdischen Spleens hätten schon in der Antike zu antijüdischen Pogromen geführt. (Auch damals waren die Juden also schon selber schuld am Antisemitismus.) Die jüdische „Blut-und-Boden-Ideologie“ habe 2003 zu einem Statement irgendwelcher „Scheiß-Rabbiner“ (Meyer) geführt, auf keinen Quadratzentimeter heiligen Landes verzichten zu wollen. Meyer hat das in Ha’aretz gelesen.

Nun gebe es ja aber auch ein gutes Judentum. Dieses zeichne sich nicht durch „Auge um Auge“-Denken, sondern durch eine „positive Sinngebung ertragenen Leidens“ aus und sei, na wo?, in Deutschland entstanden und hatte dort seine Blütezeit zwischen 1815 und 1933. Dieses gute Judentum habe nichts zu tun mit dem ganzen „Stuß mit koscher Essen“, „Filzhüten“ und „jüdischen SSos an den Checkpoints“ (alles Originalzitate von Meyern). Daß der Holocaust nun ausgerechnet in Deutschland stattgefunden hat, sei nichts als ein Zufall der Geschichte. Die Nazis seien wegen Versailles an die Macht gekommen. „Hitler hat den beschämten Deutschen ihren Stolz zurückgegeben. Was ist falsch daran? Er hat Arbeit geschaffen und die Armut abgeschafft.“ Trotz dieser guten Gründe für Hitler sei die Mehrheit der Deutschen aber gegen ihn gewesen.

Hitler war ein bloßer Zufall, die Gründung Israels aber von Anfang an ein Verbrechen. Der Holocaust sei von Anfang an zu Propagandazwecken ausgeschlachtet worden. Meyern ereifert sich über Elie Wiesel, den „Hohepriester der Holocaustreligion“, und ähnlichen „Scheißdreck“ (Meyer). „Die vergasten Juden waren gar keine Zionisten, das waren gute Deutsche. Wenn man deren Leid jetzt für den Zionismus ausschlachtet, schändet man deren Andenken.“ Vielmehr hätten die Juden aus Auschwitz lernen sollen, besser und moralischer zu sein als alle anderen. Stattdessen benähmen sich die Juden heute wie die Deutschen von 1942. (Daß es in Israel keine Gaskammern zur Vernichtung der Palästinenser gibt, räumt Meyern immerhin ein. Es könne jedoch sein, sinniert er, daß es sich da nur noch um eine Frage der Zeit handle.) Die „israelische Wehrmacht“ (Meyer) habe vor der „Einnahme“ Jenins die Taktik des SS-Generals Stroop zur Stürmung des Warschauer Ghettos studiert. Das hat Meyer nämlich in Ha’aretz gelesen.

Israel sei heute sowieso ganz und gar überflüssig, da heute keine Gefahr mehr für Juden bestehe, sondern im Gegenteil Israel selber der größte „Gefahrenherd“ für den „Weltfrieden“ sei. Die Zunahme des Antisemitismus (die Meyer zwei Minuten zuvor noch bestritten hatte) habe Israel durch seine Politik daher selbst verschuldet. Mehr noch: Israel schüre den weltweiten Antisemitismus absichtlich, aus Staatsraison.

Das Publikum applaudiert begeistert. Wären da nicht das Leipziger Bündnis gegen Antisemitismus sowie unsere kleine Berliner Delegation, wäre die Harmonie zwischen Podium und Publikum ungebrochen. Veranstalter Georg Meggle bittet zwar um „Gegenrede“ – „denn ohne Gegenrede keine Diskussion“ –, als die dann aber von Seiten des wackeren Ralf Schroeder tatsächlich kommt, unterbrechen Meggle und Melzer schon nach einer Minute. Die Feindseligkeit im Saal ist deutlich spürbar. Schroeder läßt sich aber nicht so leicht beirren. Was denn nach Meinung des Vortragenden in Jenin nun wirklich passiert sei, will er wissen. Meyer gibt vor, die Frage nicht verstanden zu haben. Melzer will in Ha’aretz gelesen haben, die Innenstadt Jenins sei einem Fußballfeld gleichgemacht worden. Schroeder fragt, wer in Israel denn militärische Drohungen gegenüber dem Iran ausgesprochen hätte? (Das hatte Meyer nämlich behauptet.) „Scharon“, lautet die Antwort. Schroeder bestreitet das. Meyer: „Dann war’s eben irgendein anderer Minister.“ (Das sorgte nun doch für Gelächter.) Und in dem Stil geht’s weiter. Stimmen werden laut: „Halt die Klappe, sonst passiert was!“ – „Wer bezahlt dich eigentlich?“ Meyer erzählt etwas von Mossad-Agenten, die bei ähnlichen Podiumsdiskussionen in Holland „nachweislich“ die Diskussion monopolisierten. So absurd sei die Frage also nicht. Es folgen dann noch die üblichen Thesen zum Terrorismus – „Wer definiert denn eigentlich, was Terrorismus ist?“ (Melzer) – und ein paar Haßtiraden gegen Henryk M. Broder. Entnervt gibt man auf. Die Leipziger und Berliner Dissidenten ziehen sich in eine Kneipe zurück, um ihre Gehirne durchzulüften. Der Rest des Abends wurde daher dann doch noch ganz angenehm.

Veröffentlicht in: on at 5:40 Kommentare (3)

Warum hassen sie uns? - Ihr Problem!

Im derzeitigen Nebel aus westlichem Selbsthaß, antibritischen Ressentiments und Forderungen nach akzeptierender Sozialarbeit für Islamofaschisten ist der Beitrag von Clemens Wergin im Tagesspiegel vom 10.07. einer der wenigen Lichtblicke. Einige Höhepunkte:

Wir sollten uns allerdings nicht täuschen lassen über die Ursachen dieses Terrors: Wer jetzt argumentiert, London sei – wie Madrid – nur eine Quittung für den Irakkrieg, geht der Al-Qaida-Propaganda auf den Leim. Natürlich dient der Irakkrieg den Terroristen als willkommenes Rekrutierungs- und Mobilisierungsmittel. Er hat allerdings nur die Prioritäten des Terrornetzes beeinflusst: Wer Truppen im Irak hat, steht ganz oben auf der Liste. Gleich dahinter rangieren all jene, die sich „nur“ an der Vertreibung der Taliban aus Afghanistan beteiligt haben; danach kommen die, die allgemein zur Gemeinschaft der Ungläubigen im Westen gehören.

Ihr Terror ist nicht das letzte Mittel der Schwachen, sondern, wie der amerikanische Philosoph Michael Walzer schreibt, „das erste Mittel von Militanten, die von Anfang an glauben, dass der Feind getötet werden muss, und die weder willens noch fähig sind, ihr eigenes Volk für irgendeine andere Art der Politik zu organisieren“.

Viele Muslime hassen den Westen nicht für das, was er tut, sondern für das, was er ist: eine ständige Erinnerung daran, dass die muslimische Zivilisation ihre besten Zeiten längst hinter sich hat.

Die arabisch-muslimische Welt befindet sich in einer Modernisierungskrise. Und statt selbstkritisch die eigenen Versäumnisse zu thematisieren, neigen solcherart gedemütigte Gesellschaften dazu, die Schuld bei anderen zu suchen. Für viele nationalistische Deutsche waren es seit Ende des 19. Jahrhunderts die Juden, die schuld sein sollten an der Modernisierungskrise Deutschlands. Für ihre eigene Misere machen Muslime heute abermals gerne Juden, Amerikaner oder den Westen insgesamt verantwortlich.

Schließlich ist es nicht der Westen, der verhindert, dass die wenigsten muslimischen Frauen sich am Wirtschaftsleben beteiligen können, dass im arabischen Raum so wenig Bücher geschrieben oder übersetzt und noch weniger erstklassige Wissenschaftler produziert werden. Der Westen ist auch nicht verantwortlich für die lähmende Bürokratie in arabischen Staaten, die Vetternwirtschaft, die politische Repression und für Imame, die Freigeister verfolgen, aber sich weigern, eine Fatwa gegen Osama bin Laden zu erlassen.

Das alles macht deutlich: Der islamische Terrorismus ist ein Problem für uns, aber er ist nicht unser Problem. Er ist ein Problem der muslimischen Gesellschaften, das diese weitgehend mit sich selbst ausmachen müssen.

Veröffentlicht in: on Juli 11, 2005 at 11:44 Kommentare (4)

Ein Drink unter Freunden in Zeiten des Krieges

Von Paul Berman

Mein Bekannter lehnte sich über den Kneipentisch und sagte: „Du bezeichnest den Irakkrieg also als antifaschistischen Krieg. Sogar als linken Krieg, als Befreiungskrieg. Schon deine Wortwahl! Allerdings sind nicht allzu viele Linke deiner Meinung.“

„Stimmt nicht!“, sagte ich. „Abgesehen von den Linken X, Y und Z, deren Namen du sehr wohl kennst – was ist zum Beispiel mit Adam Michnik in Polen? Und zählt Vaclav Havel in deinen Augen nicht auch ein wenig? Diese Leute gehören zu den Helden unserer Zeit. Überhaupt, wer kämpft denn gerade im Irak? Die Koalition wird von einem rechtskonservativen Texaner angeführt, was zwar traurig ist; aber an zweiter Stelle vom britischen Premierminister, und der ist Sozialist, irgendwie jedenfalls; und an dritter Stelle vom polnischen Präsidenten, und der ist Kommunist! Okay, Ex-Kommunist. Ein rechtskonservativer Texaner und zwei Europäer, die mehr oder weniger zur Linken gehören. Außerdem verschwimmen diese Kategorien, links und rechts, zur Zeit doch völlig. Wen hältst du denn für das Oberhaupt der weltweiten Linken? Jacques Chirac? Ein Konservativer, leider muß ich dir das sagen.“

Mein Bekannter blieb stur: „Trotzdem, die meisten Menschen sind offenbar nicht deiner Meinung. Das mußt du einsehen. Und warum glaubst du wohl, daß das so ist?“

Die Frage war als Angriff gemeint. Ich antwortete dennoch freundlich: „Tja, warum sehen es die Linken nicht so wie ich? Ich nenne dir sechs Gründe. Die Linken sind unfähig, den antifaschistischen Charakter dieses Krieges zu erkennen, weil …“ – mein ausgestreckter Zeigefinger schwebte über dem Kneipentisch, um sechsmal niederzufahren und damit die Durchschlagskraft meiner Argumente zu unterstreichen – „Die Linken sehen es nicht, weil …“ Zack! „… George W. Bush ein außergewöhnlich unangenehmer Politiker ist, außer für seine Anhänger, und die Leute können vor lauter Ekel nicht mehr klar sehen. In ihrer Blindheit erkennen sie die Konturen der Wirklichkeit nicht mehr. Sie schielen auf den Irak und sehen die grinsende Fratze von George W. Bush. Sie empfinden sogar eine gewisse Schadenfreude oder Genugtuung über seine Fehler und Versäumnisse. Das ist eine Form dessen, was man einmal als „falsches Bewußtsein“ zu bezeichnen pflegte, unter den Bedingungen des modernen Fernsehzeitalters.“

Zack! „Die Linken sehen es nicht, weil ein Haufen ansonsten intelligenter Leute a priori entschieden hat, daß alle Probleme auf der ganzen Welt von Amerika verursacht werden. Sogar die, bei denen das nicht der Fall ist. Diese Haltung hätte vor sechzig Jahren dieselben Leute daran gehindert, den europäischen Faschismus richtig einzuschätzen.“

Zack! „Der nächste Grund: Viele Leute denken, daß jedwede antikoloniale Bewegung Bewunderung oder zumindest Respekt verdient. Oder sie glauben, daß wir jenen gegenüber allerhöchstens einmal „Du, du, du!“ sagen dürfen, auch wenn es sich um eine Bewegung wie die Baath-Partei handelt, die unter dem Einfluß der Nazis gegründet wurde. Und zwar 1943!“

Zack! „Die Linken sehen es nicht, weil viele von ihnen in ihrem gutmenschlichen Respekt vor anderen Kulturen entschieden haben, daß Araber es aus irgendwelchen Gründen, die uns nichts angehen, vorziehen, in finsteren Diktaturen zu leben, daß sie überhaupt zu nichts anderem fähig sind und es in den nächsten fünfhundert Jahren auch nicht sein werden, und daß arabische Liberale infolgedessen irgendwie unauthentisch sind. Eine solch großzügige kulturelle Toleranz bedeutet heute, man kann es nicht anders ausdrücken, nichts anderes als antiarabischen Rassismus.

Die gute alte Linke war einmal universalistisch – sie dachte daß jedermann, überall auf der Welt, den Wunsch verspürt, den selben fundamentalen Werten gemäß zu leben, und daß man ihm helfen sollte, dieses Ziel zu erreichen. Diese Linke dachte, daß dies besonders für Menschen in Gesellschaften gilt, die man mit Gründen als modern bezeichnen kann: solche mit Universitäten, Industrie und bürokratischer Infrastruktur – Gesellschaften wie die irakische. Aber heute nicht mehr! Heute wird im Geiste egalitärer Toleranz gesagt: Sozialdemokratie für die Schweden! Tyrannei für die Araber! Bitte, das soll eine linke Haltung sein? Nebenbei, man hört von der Linken wenig über die nicht-arabischen Minderheiten in Ländern wie dem Irak. Die Linke, die wirkliche Linke, war einmal die Anwältin der Minderheiten – wie etwa der Kurden. Heute nicht mehr! Die Linke, mein Lieber, hat die Werte der Linken über Bord geworfen – abgesehen natürlich von uns wenigen.“

Zack! „Ein weiterer Grund: Sehr viele Leute sind ernsthaft der Meinung, Israels Probleme mit den Palästinensern seien mehr als bloß ein unglücklicher Streit über Grenzen und diplomatische Anerkennung, sondern sie stünden für etwas weit größeres, nämlich den unvergleichlichen und diabolischen Zionismus, welcher die Wut und die Minderwertigkeitsgefühle aller Muslime von Marokko bis Indonesien erklärt. Man muß es so sagen, viele Menschen geben sich antisemitischen Vorstellungen vom kosmischen Ausmaß jüdischer Verbrechen hin und können an gar nichts anderes mehr denken.

Schau dir doch nur einmal die Diskussionen an, die zwischen Leuten geführt werden, die sich der demokratischen Linken zurechen, der guten Linken – dieses gnadenlose Aufspießen israelischer Sünden, in geradezu obsessiver Weise, ohne viele Worte über die vom Faschismus beeinflußten Bewegungen zu verlieren, die hunderttausende, ja Millionen Todesopfer in den übrigen Teilen der islamischen Welt gefordert haben. Dieses Mißverhältnis ist geradezu grotesk. Schau dir doch nur einmal einige unserer großen und einflußreichen liberalen Zeitschriften an: ein Artikel über israelische Verbrechen und Dummheiten nach dem anderen, sogar gelegentlich welche, in denen die Abschaffung Israels erwogen wird, und kaum etwas über die Leiden von Arabern im Rest der Welt. Und noch viel weniger wird über arabische Liberale berichtet, unsere Bundesgenossen, die einfach sich selbst überlassen werden. Wie gehst du damit um, mein Lieber? Es gibt einen Begriff für eine derartige Entstellung der Wirklichkeit: wir Marxisten, wenn wir wirklich welche waren, nannten so etwas Ideologie.“

Zack! „Die Linke sieht es nicht, weil viele Leute ganz einfach blind gegenüber dem Antisemitismus in anderen Kulturen sind. Sie können sich einfach nicht überwinden, endlich einzusehen, in welchem Grade die nationalsozialistische Idee von der jüdischen Weltverschwörung politische Massenbewegungen in weiten Teilen der Welt beeinflußt hat. In großen Teilen der Welt schreiben wir heute das Jahr 1943 – und niemand nimmt es zur Kenntnis. Daher wird der faschistische Charakter dieser politischen Massenbewegungen und der entsprechenden Parteien einfach nicht erkannt. Besonders in der islamischen Welt.“

Sechsmal hätte mein Zeigefinger beinahe die Tischplatte durchbohrt. Ich war fertig. Mein Bekannter schaute ungläubig drein. Das spornte mich an, fortzufahren.

„Wenn nämlich“, beharrte ich, „ehrenwerte Menschen wie du endlich ihre linken Augen aufmachen würden, dann würdet ihr ganz deutlich erkennen, daß die Baath-Partei eine ziemlich klassische faschistische Bewegung ist, genauso wie der radikale Islamismus, in einer etwas anderen Erscheinungsform. Zwei Ausformungen derselben Idee, Europas faschistisches und totalitäres Vermächtnis an die moderne muslimische Welt. Wenn du und deinesgleichen nur endlich aufwachen würden, dann würdet ihr einsehen, daß der Krieg gegen den radikalen Islamismus und den Baathismus, in Afghanistan genauso wie im Irak, ein Krieg gegen den Faschismus ist.“

Langsam lief ich heiß.

„Es ist eine Tragödie, daß ihr das nicht einseht! Eine Tragödie für die Afghanen und Iraker, die mehr Unterstützung benötigen, als sie bekommen. Eine Tragödie für die authentischen Liberalen überall in der islamischen Welt! Eine Tragödie für die amerikanische Soldaten, und die britischen und polnischen, und alle anderen, die derzeit im Irak sind, die freiwilligen Helfer der NGOs, die ausländischen Besatzungstruppen, die immer noch gegen die furchtbarsten Nihilisten zu kämpfen haben und verdammt wenig Unterstützung, geschweige denn moralische Solidarität von Leuten bekommen haben, die sich selbst als Antifaschisten bezeichnen – im reichsten und wohlgenährtesten Teil der Welt.

Was für eine Tragödie für die Linke – die weltweite Linke, unsere Linke, begeht, indem sie sich weigert, im Antifaschismus unserer Zeit eine Rolle zu spielen, einen gigantischen historischen Fehler. Nicht zum ersten Mal, mein Lieber! Wenn die Linke in der ganzen Welt sich diesen Kampf endlich zu eigen machte, hätte das einen sehr positiven Einfluß auf die Ereignisse im Irak und der übrigen Region. Dann könnten Bushs zahlreiche Torheiten wettgemacht werden, und der Kampf würde weitergehen.“

Die Augen meines Bekannten wurden immer größer. Vielleicht vor Erstaunen, vielleicht aus Mitleid.

Er sagte: „Aha, die Vereinten Nationen und das Völkerrecht bedeuten dir also gar nichts? Du glaubst, es ist in Ordnung, wenn die USA machen was sie wollen und den Rest der Welt ignorieren?“

Ich antwortete: „Ich finde die Vereinten Nationen und das Völkerrecht gut, mehr als gut. Ich bin ein Anhänger davon. Besser gesagt, ich wäre es gerne. Es wäre besser, einen antifaschistischen Krieg mit Billigung der UN zu führen, und nicht nur mit halbherziger Duldung. Es wäre besser, in diesem antifaschistischen Krieg das Völkerrecht auf seiner Seite zu haben – eine Million mal besser. Besser in politischer Hinsicht, auch in militärischer. Es wäre ein besseres Beispiel für die Welt. Ein besserer Ausdruck der liberalen Prinzipien, die auf dem Spiel stehen. Wenn es nach mir ginge, hätten wir den Krieg auf diese Weise führen müssen. Aber es geht ja nicht nach mir. Wir hatten bei diesem Krieg nur die Wahl zwischen Zustimmung und Ablehnung – Zustimmung im Namen des Antifaschismus oder Ablehnung im Namen irgendeiner Vorstellung vom Völkerrecht. Antifaschismus ohne Völkerrecht oder Völkerrecht ohne Antifaschismus. Eine beschissene Alternative – aber entscheiden muß man sich schließlich.“

Mein Bekannter sagte: „Ich bin für die UN und das Völkerrecht, und ich fürchte, du bist zu einem Verräter an der Linken geworden. Ein Neokonservativer!“

Ich sagte: „Ich bin dafür, Tyrannen zu stürzen, und seit wann ist der Sturz eines faschistischen Regimes Verrat an der Linken?“

„Aber ist George Bush nicht selber ein Faschist, mehr oder weniger? Gib’s zu. Gib’s zu!“

Jetzt waren es meine Augen, die größer wurden. „Du hast nicht den blassesten Schimmer, was Faschismus bedeutet“, sagte ich. „Ich habe immer gedacht, daß ein scharfer Blick für extreme Unterdrückung ein Hauptcharakterzug eines echten Linken sei. Massengräber, dreihunderttausend verschwundene Iraker, eine Bevölkerung, die 35 Jahre lang von baathistischen Stiefeltritten zermalmt wurde: das ist Faschismus! Und du glaubst, ein paar korrupte Mauscheleien mit Bushs Kollegen von Halliburton, das bißchen archaische Bibelgeschwenke und Bushs bescheuerte Steuersenkungen für Superreiche seien davon ununterscheidbar? Ununterscheidbar? Davon? Von einer Politik des Massenmords? Eine linke Haltung sollte sich eigentlich am Realitätsprinzip ausrichten. Linke Politik sollte das Große Ganze im Blick behalten. Der Verräter an der Linken bist du, mein Lieber …“

Doch er verstand überhaupt nicht, was ich sagen wollte, und es blieb uns also nicht anderes übrig, als uns gegenseitig unsere Drinks über die Köpfe zu gießen.

“A Friendly Drink in a Time of War” erschien im Original in Dissent, Winter 2004, S. 56-58 und in: Thomas Cushman (ed.): A Matter of Principle. Humanitarian Arguments for War in Iraq, Berkeley and Los Angeles 2005, S. 147-151. Autorisierte Übersetzung von Ingo Way. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Paul Berman.

Veröffentlicht in: on Juli 10, 2005 at 9:01 Kommentare (2)

Logik: Vier minus

Kann dem Herrn Bröckers nicht mal einer erklären, daß er sich für eine seiner beiden Schwachsinnstheorien entscheiden muß, da sie sich gegenseitig ausschließen? Entweder sind die Anschläge in London die verständliche Reaktion gedemütigter Moslems auf den Irakkkrieg oder sie sind das Werk westlicher Geheimdienste. Beides zugleich haut irgendwie nicht hin.

Veröffentlicht in: Allgemeines on Juli 8, 2005 at 2:46 Kommentare (5)

Warum der barmherzige Samariter ein echter Liberaler war …

… erklären vollkommen schlüssig unsere österreichischen Freunde von Liberalismus.at.

Veröffentlicht in: on at 2:15 Kommentare (0)