Das heißt, er war natürlich nie weg. Wohl aber sein Blog “Ideen und Irrtümer”. Und das ist wieder da. Wie dem auch sei, das ist jedenfalls einmal eine wirklich erfreuliche Nachricht.
Was Herzinger zu den Kriterien schreibt, nach denen er Leserkommentare löscht oder freigibt, ist übrigens so gut, daß ich mich ärgere, es nicht selbst geschrieben zu haben. Tja, Pech, hab ich aber nicht. Da es immer wieder Leutchen gibt, die sich nach der Löschung eines ihrer Kommentare aufgrund von Schwachsinn, Unfug oder Allotria dergestalt mokieren: “Haha, Ihr seid doch, hihi, die Freunde der offenen Gesellschaft, höhö, da dürft Ihr doch keine Zensur ausüben, hehe”, kann ich die folgende Lex Herzinger ruhigen Blutes unterschreiben:
Jetzt werden Sie fragen, wer wohl diese ganzen Regeln eigentlich auslegt und darüber entscheidet, wo im Einzelnen die Grenze verläuft, jenseits derer gegen sie verstoßen wurde. Nun, die Antwort lautet in strengster basisdemokratischer Bescheidenheit: Ich. Ich ganz allein, mit allem Mut zur Ungerechtigkeit. Es hat also gar keinen Sinn, “Zensur” zu schreien, wenn ein Kommentar hier nicht veröffentlicht werden sollte. Denn ein Blog ist das ganz persönliche Reich seines Autors, und ein Recht der Öffentlichkeit, sich darin breit zu machen, existiert nicht. Sie können ja auch nicht in meinen Vorgarten spazieren (sofern ich einen hätte, was ich Ihnen natürlich auch nicht verrate) und dort zelten, wenn mir das nicht paßt. Sie können aber sicher sein, daß ich selbst sehr daran interessiert bin, möglichst viele, auch und gerade meinen eigenen Ansichten widersprechende, Leserbeiträge in meinem Blog zu haben, und daß ich von der Löschtaste deshalb nur in seltenen Fällen Gebrauch machen werde.