Diejenigen unserer Leser, die sich heute auf der Frankfurter Buchmesse befinden, mögen sich doch bitte dorthin begeben:
Mittwoch, 16.00-17.00 Uhr: “Kein Terror, nirgends”. Der Publizist Henryk M. Broder im Gespräch mit Hannes Stein. Halle 3.1, D 169
Diejenigen unserer Leser, die sich heute auf der Frankfurter Buchmesse befinden, mögen sich doch bitte dorthin begeben:
Mittwoch, 16.00-17.00 Uhr: “Kein Terror, nirgends”. Der Publizist Henryk M. Broder im Gespräch mit Hannes Stein. Halle 3.1, D 169
Auch ich hätte mir natürlich einen anderen Sieger für den Global intellectuals poll gewünscht als ausgerechnet Noam “le khmer rouge” Chomsky. Aber insgesamt können sich die Top Five sehen lassen, auch wenn von meinen fünf Kandidaten (darunter zwei Frauen) leider keiner dabei war. Das waren:
Ayaan Hirsi Ali
Alain Finkielkraut
Camille Paglia
Steven Pinker
Salman Rushdie
Eine der 23 Stimmen für den fehlenden Harold Bloom stammt übrigens von mir.
Tobias Kaufmann kommt im Kölner Stadtanzeiger sowie auf achgut.de zu dem Schluß, daß die Europäer sich angesichts des Umgangs mit afrikanischen Flüchtlingen in den marokkanischen Exklaven ihre gouvernantenhaften Mahnungen an die USA, die beste Antiterrorpolitik sei Armutsbekämpfung, sonstwohin stecken können:
An kenternde Flüchtlingsboote hat sich Europa längst gewöhnt. Wenn Flüchtlinge tot aus LKW-Anhängern kippen, regt sich kaum jemand auf. Seit Wochen nun stürmen verzweifelte Menschen gegen die Mauern und Stacheldrahtzäune der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika. Und wir sitzen beim Essen. So hart, so ungerecht ist die Normalität. Aber nur Träumer können glauben, dass die Not auf dem afrikanischen Kontinent schon bald nicht mehr zu dieser Normalität gehört, und niemand erwartet ernsthaft, dass Europa diese Not beseitigen kann – schon gar nicht, indem es alle Verzweifelten und Verfolgten dieser Erde bei sich aufnimmt. Staaten haben das Recht, ihre Grenzen vor illegaler Einwanderung zu schützen.
Das beschämende an der europäischen Politik ist jedoch, dass sie dies nicht zugibt. Lieber trägt sie vermeintliche moralische Überlegenheit wie eine Monstranz vor sich her und erteilt beispielsweise den USA (und Israel) Belehrungen. (mehr…)
Clemens Wergin ist aus dem Urlaub zurück und hat sich die Diskussionveranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung mit Esther Schapira, Roman Paul (Produzent von “Paradise Now”) und Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung), auf die wir neulich hingeweisen hatten, angehört. Hier seine Eindrücke:
Am heftigsten waren die Angriffe allerdings auf den Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die den Film an die Schulen bringt und ein Filmheft dazu verfasst hat, das nicht nur eine sehr einseitige und in der Druckversion auch grob fehlerhafte Auswahl historischer Fakten präsentiert, sondern auch dem Film argumentativ nichts entgegensetzt. [...] Erst einmal hat sich Krüger auf zwei gelinde gesagt dürftige Verteidigungslinien zurückgezogen. (mehr…)
Gestern abend haben wir ihn leider verpaßt, aber heute um 7.30 Uhr und um 14.00 Uhr wird er auf PHOENIX noch einmal wiederholt: Esther Schapiras Dokumentarfilm “Der Tag, als ich ins Paradies wollte”, das Gegengift zur Selbstmordattentäterversteherschmonzette Paradise Now. Für alle, die bei der Heinrich-Böll-Stiftung nicht reingelassen wurden, und überhaupt für alle.
Hannes Stein hat auf der Achse des Guten schon darauf aufmerksam gemacht; hier noch einmal unser Hinweis: Morgen Abend (Dienstag, 11. Oktober) diskutiert Esther Shapira, die Regisseurin der Dokumentarfilme “Wer erschoß Mohammad al Dura” und “Der Tag, als ich ins Paradies wollte” (letzterer ein bewußter Kontrapunkt zu “Paradise Now”) mit Roman Paul, dem Produzenten von “Paradise Now”. Die Veranstaltung findet um 18.30 Uhr in der Galerie der Heinrich-Böll-Stiftung, Rosenthaler Str. 40-41 - das ist in den Hackeschen Höfen - statt. (Angefragt ist außerdem Dr. Thomas Krüger von der Bundeszentrale für politische Bildung.)
Grundsätzlich haben wir große Zweifel an Sinn und Nutzen einer Diskussion mit Leuten, die sich absichtlich dumm stellen. Dennoch wünschen wir Frau Shapira viel Glück & vielleicht überzeugt sie ja zwei oder drei Leute im Publikum.
Henryk Broder schrieb im SPIEGEL, Paradise Now sei “kein Film, der Terroristen als Märtyrer verherrlicht”. Matthias Küntzel, Autor des Buches Djihad und Judenhaß widerspricht vehement (auf der Homepage von Gudrun Eussner).
Meine Rezension des Buches “Der neue Antisemitismus” von Phyllis Chesler erschien heute in der Berliner Literaturkritik (Online-Ausgabe).