Importierte Ehemänner
Ferda Ataman schreibt auf SPIEGEL ONLINE (27. November 2005) über das Thema Heiratsmigration und erzählt den (exemplarischen?) Fall eines aus der Türkei “importierten” Bräutigams:
(…) Aykut (…) bezeichnet sich selbst als einen “Import-Ehemann”. “Wir sind hier nichts wert und werden auch so behandelt”, meint er.
Aykut verliert seine erste Frau 1999 bei einem großen Erdbeben in Istanbul. Später führt er eine Fernbeziehung mit seiner Jugendfreundin Selma, die in Deutschland lebt. Da er einen kleinen Sohn aus der ersten Ehe hat, will er Selma heiraten. Zwar hat er einen guten Job bei einer Firma in Istanbul, doch sie überzeugt ihn, gemeinsam nach Deutschland zu ziehen. Sie erzählt ihm, wie einfach das Leben in Deutschland ist. “Ich wollte, dass mein Sohn eines Tages in Europa studieren kann,” erklärt Aykut.
Doch in Deutschland verändert Selma sich (more…)