Antisemitismus in der DDR

Nicht alles war schlecht in der DDR: der böse Neoliberalismus hatte keine Chance; es gab Arbeitsplätze für alle und ein flächendeckendes Angebot an Krippenplätzen; das Verbot, nach Mallorca zu fliegen, war praktizierter Klimaschutz - und das wichtigste: man durfte nach Herzenslust von seinem Recht, Israel zu kritisieren, Gebrauch machen. Denn Antisemitismus war per Dekret abgeschafft. Und wer sich selber vom Vorwurf des Antisemitismus freispricht, kann kein Antisemit mehr sein. Insofern sind unsere Israel-Kritiker von heute gelehrige Schüler der SED.

Vermutlich stecken also unbelehrbare Kalte Krieger und Antikommunisten hinter der Ausstellung Das hat´s bei uns nicht gegeben“ – Antisemitismus in der DDR der Amadeu-Antonio-Stiftung, die ab Mittwoch, dem 11. April, im Roten Rathaus in Berlin zu sehen ist. Unbedingte Empfehlung!

Wer Zeit hat, sollte am Mittwochabend um 19 Uhr auch die Podiumsdiskussion zur Ausstellungseröffnung besuchen. Ort: Rotes Rathaus, Wappensaal, Rathausstrasse 15, 10173 Berlin.
Grußworte von Stefan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und Dr. Anne Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Es diskutieren: Dr. Petra Lidschreiber Rundfunk Berlin-Brandenburg, Ressortleiterin Mittel- und Osteuropa, Wolf Biermann, Anetta Kahane, Carolin Kügler, Nelson-Mandela-Schule, Projektteilnehmerin, Heike Radvan, Amadeu Antonio Stiftung, Projektleiterin.

Veröffentlicht in: on April 9, 2007 at 11:58 Uhr nachmittags

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2 Kommentare Leave a comment.

  1. On April 11, 2007 at 1:01 Uhr nachmittags classless Said:

    Naja, die Veranstaltung dürfte auch all diese Leute aus der Linkspartei un dihrem Umfeld interessieren:

    http://israel-debatte.de/supporter2.html

  2. On April 13, 2007 at 4:49 Uhr nachmittags Markus Said:

    Naja, ich glaube kaum, dass Anetta Kahane nun gerade prädestiniert für so eine Ausstellung ist, oder vielleicht doch? Immerhin hat sie es in fast einem Jahrzehnt als Stasi-Spitzel geschafft, Menschen zu zerstören. Denunzieren kann sie also recht gut - hat sie von der Pike auf gelernt.

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