Tod dem Diktator, Tod Amerika

Während einige Hundert Studenten auf einer Demonstration Demokratie und Menschenrechte forderten und Ahmadinejad als „Faschisten“ bezeichneten, verbrannten am Al-Quds-Tag Tausende von Iranern israelische und amerikanische Fahnen. Wahied Wahdat-Hagh über die “zerrissene Gesellschaft” des Iran.

Veröffentlicht in: on Oktober 12, 2007 at 8:45 Uhr vormittags Kommentare (0)

Osama Wissarionowitsch Guevara

Was Gremliza nicht wissen will, schreiben Richard Herzinger und Alan Posener.

Veröffentlicht in: on Oktober 11, 2007 at 2:01 Uhr nachmittags Kommentare (0)

Une Femme!

Nun bekommt also Doris Lessing den Nobelpreis für Literatur. Ich hätte mir zwar Philip Roth gewünscht, aber die Dame ist schon okay. Vor einigen Jahren gab sie dem britischen Guardian ein bemerkenswertes Interview, in dem sie Dinge sagte wie:

Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten.

Ich besuchte eine Schulklasse mit 10-jährigen Jungen und Mädchen, und die junge Lehrerin erzählte den Kindern, die Ursache für Kriege sei die angeborene Gewalttätigkeit von Männern. Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort. Feminismus ist zu einer Religion geworden, die man nicht kritisieren darf, weil man dann als Verräter gilt.

Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.

Und 2006 sagte sie der Zeitung El-Mundo, darauf angesprochen, daß ihr Goldenes Notizbuch als feministischer Klassiker gilt:

Es hat mich immer irritiert, dass das Goldene Notizbuch die Bibel der Women’s Lib geworden ist, denn ich wollte keinen feministischen Essay, sondern über das Leben von Frauen schreiben. Die Leute glauben immer noch, dass es ein politisches Manifest war. Das ist nicht der Fall… Ich mochte den Feminismus in den 60er und 70er Jahre nicht und ich mag ihn auch heute nicht. Ich habe diese männerfeindliche Seite bei den jungen Frauen der Linken, die Männer, Heirat und Kinder verabscheuen, nie gemocht. Das war mies und vor allem Zeitverschwendung. Das hätte man anders angehen müssen. Doch die Feministinnen haben noch immer nichts verstanden.

Den Nobelpreis haben schon Dümmere bekommen.

Veröffentlicht in: on at 11:35 Uhr vormittags Kommentare (0)

Gremliza gratuliert Guevara (und Mao gleich dazu)

Hahaha, was ist der brillante Essayist Hermann L. Gremliza wieder lustig.

Bei den Dänen heißen die Leinenschlappen, die sie in ihren Supermärkten anbieten, “Mao sko”, Mao-Schuhe. “Hitler skjorte”, Braunhemden, wären kein Geschäft. Der Däne ist klüger, als die Totalitarismuspolizei erlaubt.

Köstlich. Doch es wird noch viel witziger.

Bei den Deutschen, die zivilisatorisch eine Stufe tiefer leben, gilt Mao, seit seine Jünger zu seinen Scharfrichtern konvertiert sind , als einer der größten Verbrecher der Weltgeschichte …

… was HLG für eine Fehleinschätzung hält …

… Hitler mindestens gleich, und mit ihm jeder, der an dem 1917 geborenen und 1989 verlorenen Gefecht, dem vorerst letzten, irgend teilhatte: Lenin, Stalin, Thälmann, Ulbricht, Honecker, Castro, Ho chi Minh, Meinhof.

Was will HLG uns sagen? Das seien alles nette Jungs und Mädels gewesen, die nur das Wohl der Menschen im Sinn gehabt hätten? (more…)

Veröffentlicht in: on Oktober 10, 2007 at 1:34 Uhr nachmittags Kommentare (2)

Erdgas von Mahmud

Andreas Wildhagen, Redakteur der Wirtschaftswoche,  schreibt in der Jüdischen Allgemeinen vom  4. Oktober über die lukrativen Geschäfte deutscher Firmen mit dem Iran:

Pumpen, Banken und Nabucco. Trotz drohender UNO-Sanktionen: Deutsche Firmen wollen sich den attraktiven iranischen Markt nicht entgehen lassen

Für den Iran wird es eng – das merken auch deutsche Firmen, die sich auf dem iranischen Markt tummeln oder dort große Pläne hegen. Dabei sind drei große Gruppen im Fokus: die illegalen Lieferanten, die kein Embargo schreckt; die Großindustrie, die in größeren Zeiträumen denken will und auf gute iranische Marktbedingungen nach dem Ende des Mullah-Regimes setzt; und viele Mittelständler, die bisher noch ganz legal Niederlassungen in Teheran betreiben und auf den Tag X warten, an dem sie den Rückzug antreten müssen. Bis dahin liefern sie, was das Zeug hält – vor allem Ersatzteile für Maschinen.

            Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt: Es geht um verdächtige Schaltschränke und Pumpen für das halb fertige iranische Atomkraftwerk Buschehr. Aufgefallen war ein Foto: Ein ramponierter Stahlschrank, aus dem Drähte hängen. Daneben ein Schreiben: Ein iranischer Baustellenleiter mahnt eine deutsche Firma an, das Teil wieder zurückzunehmen. Der Brief befindet sich in einem Ordner bei der Staatsanwaltschaft Potsdam. Dort heißt es Anfang Oktober: „Bei zwölf deutschen Firmen besteht aufgrund der Indizien der Verdacht, dass sie technische Ausrüstung böswillig in den Iran liefern wollten.“ Diese Teile sind dann über „eine russische Frontcompany“, so die Staatsanwaltschaft, erst nach Russland und dann zum Teil, so der dringende Verdacht, in den Iran weiterverkauft worden. Bestimmungsort: Buschehr.

            Bereits vor 16 Jahren hat die Bundesregierung Lieferungen für das iranische Atomprogramm und Buschehr untersagt. Das gilt auch für kleinste Teile. (more…)

Veröffentlicht in: on Oktober 9, 2007 at 3:14 Uhr nachmittags Kommentare (0)

Was macht eigentlich …

… Camille Paglia, Autorin der kulturhistorischen tour de force Die Masken der Sexualität, deren zweiter Band zwar seit erscheinen des ersten angekündigt wurde, aber nie erschienen ist? Schreibt die überhaupt noch? Oh ja, Kollege Peet G. von Sendungsbewußtsein hat ein Stück von ihr ausgegraben:

Rigid Scholarship on Male Sexuality

Veröffentlicht in: on Oktober 8, 2007 at 10:34 Uhr nachmittags Kommentare (0)

Witternde Juden

Tobias Kaufmann und ich wundern uns darüber, wie die “Frankfurter Hefte” der Friedrich-Ebert-Stiftung ein Buch über Antisemitismus rezensieren lassen.

Veröffentlicht in: on at 10:43 Uhr vormittags Kommentare (1)