Gesittete Mysterienspiele

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle über das Berliner Pornfilmfestival geschrieben. Der Schriftsteller Hans Christoph Buch war auch da. Aber er hat andere Filme gesehen als ich.

Hannah-Arendt-Preis für Antizionismus

Morgen wird dem britisch-amerikanischen Historiker Tony Judt der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken der Stadt Bremen verliehen. Dagegen protestieren Elvira Noa und Grigori Pantijelew vom Präsidium der Jüdischen Gemeinde Bremen in einem offenen Brief an die Jury des Hannah-Arendt-Preises, die Heinrich-Böll-Stiftung und den Bremer Senat. Die Autoren zitieren anti-israelische Äußerungen Judts – wie die, Israel sei „ein Besatzer und Kolonialist“ und „ein politischer Anachronismus“ – und schreiben: „In der Jurybegründung wird peinlichst genau vermieden, nur ein einziges Wort über Judts Verdienste auf dem Gebiet des palästinensischen ideologischen Kampfes zu verlieren.“ Judt hatte in der Vergangenheit mehrfach die Auflösung Israels als jüdischer Staat gefordert. „Sein Programm des binationalen Staates ist, nach treffenden Worten Leon Wieseltiers, ,keine Alternative für Israel‘, sondern ,die Alternative zu Israel‘“, heißt es in dem offenen Brief. Desweiteren zeigen sich Noa und Pantijelew „irritiert“ darüber, „dass die Preisverleihung an einem Freitagabend und die Diskussionsveranstaltung an einem Samstagmorgen stattfindet. Jüdinnen und Juden, die traditionell den Schabbat begehen, sind also von der Teilnahme ausgeschlossen“.

(Der vollständige Offene Brief findet sich hier.)