Tet-Offensive

Vor vierzig Jahren starteten das kommunistische Nordvietnam und der Vietcong pünktlich zum buddhistischen Neujahrsfest die Tet-Offensive. Neulich habe ich ein Buch über amerikanische Kriegsverbrechen in Vietnam rezensiert. Doch wer davon redet, sollte hiervon nicht schweigen: “Der Vietcong und seine Verbündeten gingen mit äußerster Brutalität gegen vermeintliche Unterstützer der südvietnamesischen Regierung vor. Allein in der Stadt Huế wurden in den 3 Wochen Vietcong-Herrschaft mehr als 5.000 Menschen gefoltert und exekutiert, darunter auch ausländische Ärzte und Priester und auch Kinder. Die später aufgefundenen Toten waren teilweise verstümmelt, einige wurden offenbar lebendig begraben.” (Quelle: Wikipedia)

Perserkatze

Perserkatze
(Dank an Wahied für den Hinweis.)

Veröffentlicht in: Allgemeines on at 1:52 Kommentare (0)

“Mißtrauen gegen Wissenschaftler”

Der Stammzellforscher Hans Schöler ärgert sich über den moralischen Rigorismus der Kirchen beim Thema “Embryonenschutz”:

  • “Ich habe den Eindruck, dass die Stammzellforschung manch einem Kirchenvertreter und Politiker vor allem eine Plattform bietet, sich öffentlich zu profilieren. In Wirklichkeit gibt es in unserer Gesellschaft Probleme, bei denen sich viel dringlichere ethische Fragen stellen als bei der Stammzellforschung.”

Schuldabwehr

In der Berliner Zeitung schreibt Götz Aly eine Sammelrezension über diverse Bücher zum Thema 1968:

  • Von ihren früheren Unworten und Untaten reden die Achtundsechziger nicht gerne. Stattdessen verstecken sie sich hinter dem Terror der RAF, dem “durchgeknallten” Andreas Baader, der “kalten” Gudrun Ensslin oder der “verzweifelten” Ulrike Meinhof. Nach derselben Methode verfuhren die Deutschen 1945. Statt über ihr eigenes Handeln nachzudenken, dämonisierten sie Adolf Hitler zum einzig Schuldigen. Wie die hier vorzustellenden Neuerscheinungen zu 1968 zeigen, stricken die revolutionären Ruheständler ihre Biografien fast alle nach dem Muster, das Franz Schönhuber 1983 zum Titel seiner verklärenden Erinnerungen an die Waffen-SS erhob: “Ich war dabei”. Demnach kann, wer nicht dabei war, auch nicht mitreden. Im Ton sind die älteren 68er-Herrschaften ziemlich defensiv geworden, frei nach dem auch schon bekannten Motto “Es war nicht alles schlecht”.

Kurz zuvor hatte Aly mit Katharina Rutschky über ‘68 diskutiert.

(Via Sendungsbewußtsein.)

Wie geil ist das denn?! Udo Jürgens singt mit den Supremes:

Veröffentlicht in: on Januar 26, 2008 at 8:37 Kommentare (0)
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Todesstrafe für Prophetenbeleidigung

Wahied Wahdat-Hagh: Eine Gesetzesvorlage zum islamischen Strafgesetz beschäftigt das islamistische „Parlament“. Weder die Steinigung soll abgeschafft werden, noch die Todesstrafe für Kinder. Eine Erweiterung der Todesstrafe für Prophetenbeleidigung ist vorgesehen.

Gegen das nachträgliche Krisengerede

Tobias Kaufmann fordert im Kölner Stadtanzeiger Gerechtigkeit für Weimar.

Die Verunglimpfung, unter der die erste deutsche Demokratie vom ersten Tag an litt, hält auch nach ihrem Tod an - so als wäre diese schwächliche Republik nicht ein Opfer deutscher Raserei gewesen, sondern schuld am deutschen Unglück. Vom Verfassungsrahmen bis ins menschliche Detail hatte diese Demokratie Fehler, „Geburtsfehler“ gar, wie Verfassungshistoriker sagen. Aber Weimar auf seine Fehler zu reduzieren, hieße die Idee der sozialen Demokratie von 1918 / 19 nur von ihrem Untergang her zu betrachten. Das ist unhistorisch - und ungerecht. …

Bei allen Fehlern, die dieser Versuch hatte, und die auszuschließen das Bonner Grundgesetz garantieren sollte - die Republik von Weimar war ein großartiges Experiment. Es war ständig vom Scheitern bedroht, aber zugleich immer am Rande des Gelingens. Sie war schwach, die erste deutsche Demokratie, und am Ende, als sie erdolcht wurde, war sie wehrlos. Aber das ist kein Grund, nicht stolz zu sein auf diese kränkliche Gestalt. Weimar war größer als das meiste, das man auf deutschem Boden jemals für groß hielt.

In diesem Zusammenhang ist auch der Sammelband Die »Krise« der Weimarer Republik. Zur Kritik eines Deutungsmusters, der von Moritz Föllmer und Rüdiger Graf herausgegeben wurde, interessant.

Dr. Sex

Zum 60. Jubiläum des Kinsey-Reports singt Ella Fitzgerald den Cole-Porter-Klassiker “Too Darn Hot“.

It’s too darn hot!
It’s too darn hot!
I’d like to sup with my baby tonight,
Refill the cup with my baby tonight.
I’d like to sup with my baby tonight,
Refill the cup with my baby tonight,
But I ain’t up to my baby tonight
‘Cause it’s too darn hot
(more…)

Veröffentlicht in: on Januar 21, 2008 at 6:08 Kommentare (1)
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Wimmelbuch mit Pimmel

Mein Patenkind Jan liebt geradezu abgöttisch die Jahreszeiten-Wimmelbücher der Zeichnerin Rotraut Susanne Berner, seit ich ihm eines davon zu seinem ersten Geburtstag geschenkt habe. Daher erfüllt es mich mit großer Freude, daß das Winter-Wimmelbuch jetzt auch in den USA unretuschiert erscheinen darf.

Gut laut

Dank diesem Artikel weiß ich nun endlich, warum viele CDs der letzten Jahre so flach und eindimensional klingen. Und bin froh, daß ich meinen alten Plattenspieler erst kürzlich mit einer neuen Abtastnadel versehen habe.

Veröffentlicht in: on at 12:22 Kommentare (0)
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