Jeder Berliner kennt die Schuhhandelskette Leiser. Kaum einer weiß jedoch, daß das „Schuhhaus Leiser“, Deutschlands erstes großes Schuhkaufhaus in der Tauentzienstraße gegenüber dem KaDeWe, bis Mitte der 30er-Jahre einen jüdischen Besitzer hatte: Julius Klausner, der gezwungen war, auf Druck der Nazis sein Geschäft weit unter Wert zu verkaufen. Das alte Leiser-Logo ist bis heute unverändert geblieben – an Julius Klausner, der nach dem Krieg nur die Hälfte seines Eigentums restituiert bekam, erinnert nichts mehr. (Weiter auf J-Comm.)