One Apple a Day Keeps the Doctor Away

Na bitte, Sport ist völlig überflüsig, es gibt besseres, um seine Gesundheit zu erhalten. Das berichtet das Rote Kreuz:

Das 10-minütige Betrachten von Frauenbrüsten ist für Männer genauso gesund wie eine halbe Stunde körperlicher Betätigung. Dies fand eine deutsche Studie heraus, die kürzlich in New England Journal of Medicine veröffentlichet wurde. Durch die sexuelle Erregung wird der Herzschlag beschleunigt und die Blutzirkulation angeregt. Dadurch verringert sich das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt um 50%. Durch das regelmäßige Betrachten großer Frauenbrüste könne der durchschnittliche Mann seine Lebenszeit um etwa 4-5 Jahre erhöhen, fassten die Untersucher das Ergebnis zusammen.

(Dank an Kasia für den Hinweis.)

Veröffentlicht in: on April 6, 2008 at 11:21 Kommentare (2)

Lulli-bulli

Die fand ich als VIVA-Moderatorin schon gut:

Fernsehmoderatorin Charlotte Roche verteidigt Pornofilme und Prostitution und distanziert sich von der Feministin Alice Schwarzer. Die Behauptung, in Pornofilmen würden Frauen erniedrigt, könne sie nicht nachvollziehen, sagte die 29-Jährige in einem Interview des Magazins “Playboy”. Ich glaube nicht, dass Männer süchtig nach Pornos sind, weil diese Industrie das anbietet. Diese Riesenindustrie ist da, weil es einen unglaublichen Bedarf an Pornografie gibt“, sagte Roche, deren erster Roman „Feuchtgebiete“ am 25. Februar erscheint.

Pornografie abstellen zu wollen, finde sie „totalen Schwachsinn“. Auch sie selbst schaue gelegentlich Pornos: „Aus Neugier. Zur Entspannung, Aufgeilung, Inspiration.“ Allerdings sehe sie keine Filme des Typs „Frauen machen Pornofilme für Frauen“. Die seien zu seicht und „vollkommen lulli-bulli. Da geht’s nur darum, dass eine Frau in Eselsmilch badet und aussieht wie Kleopatra“, meinte Roche.

Veröffentlicht in: on Februar 15, 2008 at 2:04 Kommentare (2)
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Dr. Sex

Zum 60. Jubiläum des Kinsey-Reports singt Ella Fitzgerald den Cole-Porter-Klassiker “Too Darn Hot“.

It’s too darn hot!
It’s too darn hot!
I’d like to sup with my baby tonight,
Refill the cup with my baby tonight.
I’d like to sup with my baby tonight,
Refill the cup with my baby tonight,
But I ain’t up to my baby tonight
‘Cause it’s too darn hot
(more…)

Veröffentlicht in: on Januar 21, 2008 at 6:08 Kommentare (1)
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Wimmelbuch mit Pimmel

Mein Patenkind Jan liebt geradezu abgöttisch die Jahreszeiten-Wimmelbücher der Zeichnerin Rotraut Susanne Berner, seit ich ihm eines davon zu seinem ersten Geburtstag geschenkt habe. Daher erfüllt es mich mit großer Freude, daß das Winter-Wimmelbuch jetzt auch in den USA unretuschiert erscheinen darf.

Sarah Silverman

Holy sheet! Sie ist nicht nur tausendmal lustiger und provokanter als alle Pochers dieser Welt, sie ist außerdem noch unglaublich heiß. Heute ist ihr Geburtstag. Kaum zu glauben, der siebenunddreißigste. Happy Birthday, Sarah Silverman!

Veröffentlicht in: on Dezember 1, 2007 at 2:26 Kommentare (3)
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Gesittete Mysterienspiele

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle über das Berliner Pornfilmfestival geschrieben. Der Schriftsteller Hans Christoph Buch war auch da. Aber er hat andere Filme gesehen als ich.

Reading Addicts Anonymous

Heute muß ich ein Geständnis machen: Ich bin lektüresüchtig. Ganz ähnlich wie Alkohol oder Kokain können Bücher und Zeitungen zur gefährlichen Sucht werden. Eine allgemein gültige Grenze gibt es zwar nicht, ab der man als lektüresüchtig gilt. Doch typische Anzeichen weisen darauf hin, ob man sich professionelle Hilfe gegen ein Abdriften in die Selbstzerstörung suchen sollte. So habe ich bereits wichtige Termine versäumt, weil ich mit Lesen beschäftigt war. Ich lese zwanghaft oft, sogar mehrmals am Tag. Ich habe viele Bücher. Oft lenkt mich ein interessanter Aufsatz von der Arbeit ab. Ich nutze regelmäßig Blogs und die Online-Angebote der Tageszeitungen. Ich werde nervös und schlecht gelaunt, wenn ich für längere Zeit vom Lesen abgehalten werde. Ganz klar, ich bin lektüresüchtig. Und Sie sind es auch. Wetten? Wenn Sie es nicht glauben, machen Sie den Test.

Veröffentlicht in: on November 20, 2007 at 12:26 Kommentare (0)

Adam und Eva tun’s mit Kondom

Uniformen, Orthodoxe und lüsterne Palästinenser: Israelische Pornos setzen landeseigene Akzente

Der Altersdurchschnitt liegt unter 30, und etwa zwei Drittel der Besucher sind weiblich. Beim 2. internationalen Pornfilmfestival Ende Oktober in Berlin bestätigt die Zusammensetzung des Publikums so gar nicht das Klischee vom typischen Pornokonsumenten, der sich fett, verschwitzt und männlich durch die Schmuddelabteilungen der Videotheken drückt. Studentisch geprägte Großstadtboheme findet sich zu den zahlreichen Filmen und Vorträgen auf dem von dem Filmemacher Jürgen Brüning initiierten Festival ein. Brüning gründete in den frühen neunziger Jahren bereits das Schwul-lesbische Filmfestival. Mit dem Pornfilmfestival will der 49-Jährige Kunst, Independent und Avantgarde zeigen – ohne den expliziten Charakter der Filme zu leugnen. Nur Durchschnittsware dürfe es eben nicht sein. Laut Brüning stammen 30 Prozent der gezeigten Filme von weiblichen Regisseuren.

Porno gibt es auch in Israel. Im Kreuzberger Eiszeit-Kino, 1980 von Brüning gegründet, beschäftigen sich gleich zwei Vorträge mit dem Sexfilm in Israel und seinen gesellschaftspolitischen Implikationen. Liad Kantorowicz spricht über „Soziale und politische Tabus in israelischer Pornografie“. Die kleine Frau in Hippiekleidung stellt sich als „Pro-Sex-Aktivistin“ vor; ihr Thema ist – wie bei vielen linken Israelis – die „Gewalttätigkeit“ der israelischen Gesellschaft. („Natürlich ist die palästinensische Gesellschaft ebenso gewalttätig, nicht daß Sie denken, ich sei voreingenommen gegen Juden.“) Vier gesellschaftliche Spannungsfelder behandelt Kantorowicz anhand von Filmbeispielen: das Militär; das Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern; jüdische Minderheiten, etwa Falaschas; und schließlich das Verhältnis zwischen Religiösen und Säkularen. (more…)

Kleidungsvorschriften

Was hat es eigentlich mit der Kombination Kopftuch + Stringtanga auf sich? Hier kann man es nachhören.

(Via Nichtidentisches.)

Veröffentlicht in: on Dezember 5, 2006 at 4:41 Kommentare (0)

Antipostfaschistischer Sex

Erschienen im Tagesspiegel vom 23.01.2006:

Die sexuelle Revolution der 68er knüpft lustpolitisch ans Dritte Reich an, schreibt Dagmar Herzog

Von Ingo Way

Seit Klaus Theweleits „Männerphantasien“ glaubt das intellektuelle juste milieu der Bundesrepublik, das Dritte Reich habe sich vor allem durch seinen sexualrepressiven Charakter ausgezeichnet, mit der Freizügigkeit der Weimarer Republik aufgeräumt und den Deutschen jenen „Körperpanzer“ (Wilhelm Reich) und „soldatischen Körper“ aufgezwungen, der – unfähig zu Lust und Hingabe – seine Frustration schließlich im Massenmord entladen habe. Diese deutsche Verklemmtheit sei noch in den späten 60er Jahren spürbar gewesen, bis die Studentenrevolte endlich gegen die alten Tabus aufbegehrte und dem Hedonismus wieder zu seinem Recht verhalf.

Die Historikerin Dagmar Herzog, die am Graduate Center der City University of New York lehrt, zeichnet in ihrer jüngst auf Deutsch erschienenen Studie „Die Politisierung der Lust. Sexualität in der deutschen Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts“ ein anderes Bild: Ihre These lautet, dass der Sexualkonservatismus der 50er Jahre keine Fortführung, sondern eine Gegenreaktion auf die sexuelle Libertinage des Dritten Reiches gewesen ist. Der Nationalsozialismus habe die (heterosexuellen, nichtjüdischen) Deutschen geradezu zu sexuellem Vergnügen angespornt – und dieses habe keineswegs allein bevölkerungspolitischen Zwecken gedient, sondern sei durchaus Selbstzweck gewesen. In der NS-Propaganda wimmelte es von polemischen Darstellungen bürgerlicher, spießiger Enge und Prüderie. Dem wurde die arisch-germanische „Natürlichkeit“ entgegengestellt, die Elemente aus der Lebensreform- und FKK-Bewegung in sich aufnahm. Dies sei, so Herzog, keineswegs ein Bruch mit der sexuellen Liberalisierung gewesen, die bereits mit dem Ende des Ersten Weltkrieges eingesetzt hatte, sondern deren konsequente Fortführung. Die Nationalsozialisten bemühten sich sogar, diese zu radikalisieren. (more…)

Veröffentlicht in: on Januar 26, 2006 at 9:36 Kommentare (8)
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