Der 11. September als günstige Gelegenheit

26. August 2005 § Ein Kommentar

Karl-Eduard von Gremliza hat sich von seinem Redaktionspraktikanten erklären lassen, wie die Suchmaschine Google funktioniert, und ist gleich fündig geworden:

Heute findet die
Suchmaschine Google unterm Stichwort „Gremliza“ in 0,22 Sekunden 10.400
Nennungen, was unter jedem vernünftigen Aspekt jene 10.000 zuviel sind, die
einem früher der Zensor, der durchaus auch ein Springer-Redakteur sein
konnte, erspart hatte. Beispielsweise die Sudelei eines Autors, der den 11.
September als günstige Gelegenheit ergriffen hat, sich von seinen alten
Göttern (Marx & Mao) ab- und neuen (Lambsdorff und Springer) zuzuwenden,
deren einem er unter dem Titel „Hermann L. Gremlizas lebenslanger Kampf
gegen die israelfreundliche Springerpresse“
huldigt:
„Selbstkritik ist Gremlizas Sache nicht, stattdessen haut er auf den alten
Popanz und Pappkameraden namens Springer-Presse ein …“
Hießen die Pappkameraden vor der Bekehrung nicht Papiertiger? Aber wozu
gäbe es ein Internet, wenn darin dem Schmierfinken, der Gremlizas Kritik an
Springers Blättern gegen deren „Israelfreundschaft“ gerichtet sieht, nicht
sogleich zwei Kollegen an die Seite träten. Einer schreibt:
„Ich dachte nicht nur, daß Gremliza schon im unverdienten Ruhestand wäre,
sondern leider auch daß man ihn schon ins Heim verbracht hätte.“
„Rübe ab“ wär‘ auch ’ne gute Idee gewesen. Der andere macht von seiner
Fähigkeit, nicht lesen zu können, Aufheben:
„Es reicht allemal, sich in der neuen KONKRET Gremlizas Glosse über Suicide
Bombers, Armut und die Schuld des Westens daran zu Gemüte zu führen …
gelernt hat dieser Mann nichts.“
Nicht daß an der Armut die Powerteh Schuld trägt, noch daß der größte
deutsche Zeitungskonzern, Verleger der „größten Zeitung der westlichen
Welt“ (Eigenwerbung) und zugleich eines ihrer ekelhaftesten Hetzblätter,
ein Popanz ist. So wird er nie ein nützliches Glied der Gesellschaft.

Wenn man Gremliza draufkommt, liegt’s immer daran, daß man nicht lesen kann. Gelernt hat der Mann wirklich nichts. (Außerdem heißt es „Aufhebens„.) Der Schmierfink legt allerdings wert darauf, daß nicht Marx und schon gar nicht Mao je zu seinen Göttern gehört haben, da er keine Götter braucht, und wenn, dann bestimmt nicht diese – die dürfen Gremliza und seinesgleichen gerne behalten.

§ Eine Antwort auf Der 11. September als günstige Gelegenheit

  • Azadichah sagt:

    überrascht hat mich die schärfe der replik: „sudelei“, „schmierfinken“, „ekelhafte hetzblätter“ – allesamt begriffe aus dem wörterbuch des unmenschen. wäre doch gar nicht nötig gewesen.

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