Fernsehtip

24. November 2005 § 3 Kommentare

Das guck‘ ich mir heute Abend mal an. Bin gespannt, ob’s was taugt:

BBC-Exklusiv: MANN UND FRAU – Was uns wirklich unterscheidet. Start der dreiteiligen Dokumentationsreihe. VOX, 23 Uhr.

Die BBC-Dokus sind ja oft ganz gut. Und das es gar keine biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern gäbe, behaupten wirklich nur noch einige loony lefts. Aber das man etwa an der Länge des Ringfingers die sexuelle Orientierung ablesen könnte, klingt für mich doch eher nach Scharlatanerie. Vielleicht bin ich hinterher schlauer.

§ 3 Antworten auf Fernsehtip

  • Sascha sagt:

    Vielleicht bietet die Sendung ja tatsächlich konstruktive Ansätze. Ich hab den Geschlechterkampf so satt …

  • c.h. sagt:

    Die alte Debatte nature versus nurture geht leider daneben: Der Geschlechtsunterschied ist zum Gutteil in kulturellen Universalien fundiert. Nicht alles, was kulturell ist, ist relativ. Siehe etwa: Claude Levi-Strauss, Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft.

    Dass BBC-Reportagen was taugen, würde ich nun auch nicht gerade behaupten. Vielleicht sind sie nicht ganz so katastrophal wie das moralisch-pädagogische Geseiere der deutschen GEZ-Profiteure.

  • Floris sagt:

    Meines Wissens gibt es so gut wie keine loony lefts, die biologische Unterschiede ernsthaft leugnen. Vor allem gibt es solche, die die These wagen dass die binäre Unterscheidung in Männchen und Weibchen mit festen biologisch determinierten Eigenschaften eine Konstruktion ist. (Das nervige hieran ist die prätentiöse Formulierung, „der Körper selbst ist vom Diskurs konstruiert“, die vorgaukelt es ginge um mehr. Tut es aber meines Wissens nicht.“

    Hat eigentliche jemand jüngst die Show mit Günther Jauch gesehen, wo ein Evolutionspsychologe (Ja, das hieß wirklich so. Das muss wohl der Berufszweig sein, der sich darauf spezialisiert hat, das Verhalten spätkapitalistischer Subjekte aus den Notwendigkeiten der Altsteinzeit zu erklären…) erklärt hat, dass Frauen deshalb mehr Zeit brauchen, um eine Hose zu kaufen, weil sie früher beim Sammeln auch gründlicher auswählen mussten als die Männer beim Jagen. Hab mich weggeschmissen.

    Back on Topic: Schon die Frage „Was uns wirklich unterscheidet“ klingt für mich nach Scharlatanerie. In dem wörtchen „wirklich“ steckt ja einerseits die Empirie und empirische Unterschiede wird nun wirklich niemand leugnen. Andererseits klingt das „wirklich“ auch sehr nach Sicherheit und Unumstößlichkeit. Wenn da etwas anderes herauskommt als selbstsichere Verdinglichung und Steinzeittheoretische Kaffeesatzleserei würde es mich überraschen.

    Ich habe übrigens wirklich gar keine Hoffnung, dass eine Dokumentation ernsthaft zum Ende des Geschlechterkampfes beiträgt, aber ich habe es ohnehin aufgegeben, in den Comments dieses Blogs nach Sinnhaftigkeit zu faahnden.

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