Stolz auf die eigene Ignoranz

3. Juni 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Michael Kreutz schreibt über die Protestierer von Heiligendamm, die in ihrem antikapitalistischen Furor nicht wissen,

dass niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit die Armut auf dieser Welt so gering war wie heute. Die nicht wissen können, dass eine grosse Mehrheit der Bewohner des ärmsten Kontinents, Afrika, die Globalisierung willkommen heisst. Dass weltweit die Unterernährung niemals so gering und die Lebenserwartung so hoch war wie jetzt. Dass Entwicklungshilfe nur arm macht, anstatt reich. Dass die absolute Armut auf diesem Planeten in den letzten zweihundert Jahren dramatisch gesunken ist. Dass nicht nur die reichen Länder vom Freihandel profitieren.

Und er hat auch eine Vermutung, warum sie’s nicht wissen. Er glaubt allerdings, daß sie’s nicht wissen können. Ich vermute eher, daß sie’s nicht wissen wollen. Weil ihr Selbstbild als Häuflein Gerechter und Wissender gegen das Böse, dessen eine und einzige Ursache sie genau zu kennen glauben, damit gefährdet wäre. Das gilt auch für diejenigen Linken, denen die No Globals zu plebejisch sind, was auf linksakademisch als „verkürzte Kapitalismuskritik“ bezeichnet wird. Als dürfte die verlängerte Kapitalismuskritik es sich leisten, über o.g. Phänomene hinwegzusehen.

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