Zur Kritik der Kritischen Theorie

19. Oktober 2007 § 4 Kommentare

Im Juli 2006 veranstaltete ich zusammen mit Sylke Tempel und Michael Holmes im Berliner Haus der Demokratie eine Podiumsdiskussion „Zur Kritik der Kritischen Theorie“. Das Vortragsmanuskript von Michael Holmes ist nun im Druck erschienen:

Zur Kritik der Kritischen Theorie

Erschienen in: Aufklärung und Kritik 2/2007

Radikale Linke ärgern sich zu Recht immer wieder darüber, daß im akademischen Betrieb nicht selten über Adorno gesprochen wird, ohne daß auch nur ein Wort zu seiner Kapitalismuskritik fällt. Ich denke, daß es Theoreme in seinem Werk gibt, die sich auch unabhängig von seiner Gesellschaftskritik diskutieren lassen, und dazu gehört auch seine Erkenntnistheorie. Adorno selbst aber sieht das anders. Das Zentrum seiner Philosophie ist ohne Zweifel die Kritik der warenförmigen Gesellschaft. Es ist schwer, auch nur eine Seite in seinem Gesamtwerk zu finden, an der sich das nicht zeigen ließe.

Fast alle seiner Thesen über die kapitalistische Gesellschaft werden von Adorno ungeprüft in den Raum geworfen. Adornos Kritik verharrt im Intuitiven. Wissenschaftliche Fakten zu den postulierten sozialen Zusammenhängen sind in seinen Hauptwerken überhaupt nicht zu finden. Selten ist er um eine Begründung bemüht. Ja, er lehnt Begründungen für seine zentralen Thesen sogar explizit ab. Ihre Wahrheit sei schließlich durch Evidenz verbürgt.

I. Bei den wenigen Begründungen handelt es sich meist um Variationen einer latent antimodernistischen Argumentation: Der Kapitalismus sei ein „automatisches Subjekt“, er abstrahiere von den konkreten Situationen der Menschen und ihren Bedürfnissen, der Tauschwert sei blind und taub gegenüber unseren Wünschen und Leiden.

Wahr ist natürlich, daß das Kapital eine Abstraktion ist. Es besteht nicht aus konkret faßbaren Dingen, es ist kein materieller Gegenstand, und es läßt sich auch nirgendwo konkret verorten. Das Kapital bezieht sich aber auf konkrete Dinge. Die Preise der Waren spiegeln Realitäten, die von den Menschen, die diese Preise setzen, berücksichtigt werden müssen. Geld ist selbst kein Ding. Es ist ein Tauschmittel für konkrete Dinge. Geld und Kapital kann man im Gegensatz zu Scheinen und Münzen nicht sehen, berühren oder riechen.

Darüber kann man sich sicher wunderbar wundern. Aber man kann sich ebenso ausgiebig über die Existenz von Zahlen oder Gedanken den Kopf zerbrechen. Auch sie besitzen als Entitäten des menschlichen Geistes keine eigene materielle Realität. Sie drücken Realitäten aus und dienen der Kommunikation über diese Realitäten. Das mag uns rätselhaft erscheinen. Ein Argument gegen die Mathematik oder die Philosophie ist es sicherlich nicht.

Wahr ist auch, daß das Kapital blind gegenüber unseren Bedürfnissen ist. Es ist kein Lebewesen, es besitzt weder Hirn noch Herz. Das Kapital ist ein gesellschaftliches Verhältnis. Und ein solches Verhältnis hat keine Absichten oder Gefühle, weder positive noch negative. Dem Markt und seinen Gesetzen sind wir herzlich egal.

Wer allein aus dieser Trivialität schließen möchte, daß die Marktwirtschaft den Menschen per definitionem nichts Gutes bescheren kann, der möge bitte auch die Konsequenz aufbringen, sein Telefon, seinen Computer, seinen Mixer und sein Auto auf den Müll zu schmeißen. Auch diese Dinge interessieren sich nicht für unsere Bedürfnisse, auch wenn das vierjährige Kinder manchmal anders sehen. Diese sehr prinzipielle Argumentationslinie Adornos ist keine.

II. Aber natürlich hat Adorno mitunter auch etwas konkreter zur Marktwirtschaft Stellung genommen. Ich möchte zwischen verschiedenen Aspekten der Adornoschen Kapitalismuskritik unterscheiden. Ich differenziere zwischen der Kritik an quantitativen und qualitativen Gesichtspunkten des kapitalistischen Reichtums. Und ich differenziere zwischen den Folgen dieser Produktionsverhältnisse für den Produzenten und den Konsumenten.

A. Fragen zur Quantität des kapitalistischen Reichtums lassen sich natürlich hervorragend wissenschaftlich prüfen. Und das wurde in den letzten Jahrzehnten auch fleißig getan.

Es gibt in den Sozialwissenschaften fast keine besser und eindeutiger belegte Korrelation, als die zwischen freien Märkten und Wirtschaftswachstum. (Vgl. etwa Norberg (115))

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand:
– Die Marktwirtschaft ermöglicht und erlaubt jedem Menschen, sich zu bereichern.
– Sie schafft Anreize für jeden Menschen, produktiv zu wirtschaften.
– Sie zwingt alle Bürger, Unternehmer wie Arbeiter, möglichst viele Dinge möglichst billig zu produzieren.
– Das Preissystem ermöglicht eine einfache und effektive Koordination der verschiedenen Arbeiten.

Ein geschulter Marxist wird sofort einwenden, daß diese Studien das Durchschnittseinkommen pro Kopf messen und die ungleiche Verteilung des kapitalistischen Reichtums verschleiern. Nun ist es aber so, daß heute von jeder Studie auf diesem Gebiet verlangt wird, daß sie auch die unterschiedlichen Folgen für unterschiedliche Einkommensschichten der Gesellschaft berücksichtigt. Üblich ist die Unterteilung in Fünftel.

Und auch hier sind die Ergebnisse ziemlich eindeutig: Es stimmt natürlich, daß auch die kapitalistische Gesellschaft den Reichtum ungleich verteilt. Nur durch diese Ungleichverteilung schafft sie überhaupt die nötigen Produktivitätsanreize.

Die Ungleichheit in kommunistischen Gesellschaften war etwas höher und entsprach ungefähr der Ungleichheit in feudalistischen Systemen. Eine Gesellschaft ohne soziale Ungleichheit hat niemals auf dieser Erde existiert.

Die wichtigere Frage aber sollte sein, welches Wirtschaftssystem den ärmsten Schichten der Gesellschaft die größte Hilfe ist. Und auch hier gibt es eindeutige Ergebnisse. Freihandel kommt allen Schichten der Gesellschaft zugute, die Ungleichheit ändert sich meist nur unwesentlich. Häufig sind es die untersten Schichten, die am meisten von der Marktdynamik profitieren, sobald sie von ihr erfaßt werden. (Hier empfehle ich ebenfalls Johan Norberg (77))

B. Die Kritische Theorie unterscheidet sich aber vom traditionellen Marxismus gerade auch darin, daß sie sich für diese Aspekte auffällig wenig interessiert. Sie verwirft die Ergebnisse der Wirtschaftswissenschaft, die freilich in ihrer Zeit noch nicht so weit gediehen war, als oberflächlich positivistisch und geht unbeeindruckt zur Kritik der Qualität dieses Reichtums über. Und auch dieser Reflex ist kritikwürdig. Nicht nur, weil er wissenschaftsfeindlich ist. Wer sich ständig und mit großer Geste als Gesellschaftskritiker vor dem Herrn, der das „perennierende Leiden“ (Adorno) beredt werden läßt, aufspielt, der macht sich lächerlich, wenn er auf hunderten von Seiten über die Alltagsprobleme in einer entwickelten Marktwirtschaft jammert, aber zum Hunger in der Welt nur Phrasen aufs Papier bringt. Selbst wenn es eine Katastrophe für die Kunst wäre, daß viele Musikstudenten sich mehr für blue notes und off-beats als für die gute alte Sonatenhauptsatzform interessieren, so gäbe es in dieser Welt allemal dringlichere Probleme. Und diese Dringlichkeit sollte sich in gesellschaftskritischen Texten auch in einer entsprechenden Prioritätensetzung spiegeln. Adorno hat das auch eingeräumt, ohne freilich Konsequenzen daraus zu ziehen.

So weit, so schlecht. Wie steht es also um die Qualität unseres Reichtums? Die Kritische Theorie lamentiert gerne, die Herrschaft des Tauschwertes über den Gebrauchswert würde die Qualität der Güter auf ein unerträglich niedriges Niveau senken. Da nur noch für den Markt produziert werde, würden wir langsam aber sicher in einem Meer aus Schrott versinken. Die Häuser, die Autos, die Alltagsgegenstände, besonders aber die Kunstwerke, seien für nichts und niemanden mehr zu gebrauchen.

Auch dieses Gerede zeugt nicht gerade von ökonomischem Sachverstand. Gerade WEIL jeder Produzent sein Produkt verkaufen möchte, muß er peinlich genau auf dessen Qualität achten. Und was qualitativ hochwertig ist, entscheidet allein der Konsument. Das Kapital hat keine Sensoren für unsere Bedürfnisse. Aber die Notwendigkeit des Tausches in einer arbeitsteiligen Gesellschaft schafft enorme Anreize möglichst gut UND möglichst billig zu produzieren. Ein Produzent, der nicht ständig bemüht ist, die Bedürfnisse seiner Kunden zu befriedigen, wird dies sofort mit Verlusten bezahlen.

Was sich in den abstrakten BSP-Zahlen der Wirtschaftswissenschaften tatsächlich nicht ausdrücken läßt, sind die qualitativen Verbesserungen der Produkte. Vor hundert Jahren waren Telefone Luxusgegenstände, mit denen man seine Zugehörigkeit zur Bourgeoisie zur Schau stellen konnte. Heute steckt in jeder Hosentasche ein Telefon, bei dessen Anblick einer Jacky Onassis vor Neid die Sonnenbrille von der Nase gerutscht wäre. Die kapitalistische Produktion ist keineswegs ziellos und sinnentleert, keine „Produktion um der Produktion willen“ (Adorno). Sie endet immer aufs neue in der Befriedigung eines Bedürfnisses.

Der Produzent interessiert sich nur selten aus altruistischen Gründen für fremde Bedürfnisse. Er ist aber immer daran interessiert, seine Produkte erfolgreich abzusetzen. Unter qualitativen Gesichtspunkten ist der kapitalistische Reichtum so perfekt und wunderbar wie sonst fast nichts in dieser imperfekten Welt. Und er ist so präzise auf unsere individuellen Bedürfnisse zugeschnitten, wie keine andere Institution es jemals sein könnte.

Begrenzt ist diese Bedürfnisbefriedung nur durch die Quantität des uns zur Verfügung stehenden Reichtums. Darüber haben wir aber bereits gesprochen.

Ernster zu nehmen ist der Hauptstrang der neomarxistischen Kapitalismuskritik. Eine Kritik, die nicht ganz von der Hand zu weisen ist und sich deshalb zunehmender Beliebtheit erfreut: Die Kritik an den Folgen für die Psyche der Produzenten. Darunter fällt fast alles, was so unter dem Stichwort Entfremdungskritik durch die Welt der Philosophie geistert.

Arbeit, Arbeit und besonders zuviel Arbeit kann Menschen bekanntlich in Wracks verwandeln, die ihre angehäuften Reichtümer gar nicht mehr recht genießen können. Streß, Überforderung und Schlaflosigkeit, Einsamkeit und zerrüttete Beziehungen, Langeweile, Monotonie und Sinnlosigkeit, das sind die Plagen, mit denen uns die verfluchte Notwendigkeit, all die Dinge, die wir so gerne konsumieren, zunächst einmal produzieren zu müssen, quälen kann (1).

Warum aber sollten diese Probleme spezifische Probleme der kapitalistischen Gesellschaft sein? Welche arbeitsteilig organisierte und hochproduktive Gesellschaft könnte erfolgreicher diese Folgekosten minimieren? Das ist die Erklärung, die uns die Kritische Theorie bislang schuldig geblieben ist.

Unsere Neomarxisten möchten grenzenlos und hedonistisch schlemmen – wir haben nichts dagegen! -, aber möglichst gar nichts dafür tun – jedenfalls nichts, was außer Freude und Selbstentfaltung auch Opfer und Entbehrungen mit sich bringt. In ihren Augen verhindern nur die bösen Produktionsverhältnisse, was die Produktivkräfte längst schon gestatten.

Und wieder hat man im ersten VWL- Semester nicht aufgepasst. Wann immer nämlich im Kapitalismus neue Möglichkeiten entdeckt werden, bei gleich bleibender Produktivität weniger oder angenehmer zu arbeiten, werden sie mit ziemlicher Sicherheit weitgehend ausgeschöpft. Es ist auch im Interesse des Arbeitgebers, wenn er weniger Löhne für gleiche Leistung zahlen muß. Wenn seine Angestellten zufriedener und motivierter an die Arbeit gehen, hat er sicher nichts dagegen. Und auch die Macht der Arbeiter selbst sollte man niemals unterschätzen. Es gibt auch Konkurrenzunternehmen, die Arbeiter brauchen.

Wir arbeiten weniger als die meisten Menschen anderer Gesellschaften. Wenn wir außerdem unsere Arbeitszeiten in Relation zum erwirtschafteten Wohlstand setzen, dann arbeiten wir unglaublich viel weniger als jede andere uns bekannte Gesellschaft.

Und die Zukunftsaussichten sind auch nicht schlecht. Tatsächlich haben die durchschnittlichen Arbeitszeiten seit dem Beginn der kapitalistischen Epoche langsam, aber kontinuierlich abgenommen. Die Anzahl der Arbeitsstunden pro Person und Jahr sank von etwa 3100 im Jahre 1870 auf etwa 1700 im Jahre 1996. (Norberg 199)

Und auch diese Erfolge werden durch qualitative Gesichtspunkte unterstrichen. Die monotonen, stumpfsinnigen und körperlich sehr belastenden Arbeiten werden weniger. Es sind diese Arbeiten, die am einfachsten von Maschinen, Robotern und Computern geleistet werden können. Dadurch und durch weitere Produktivitätsfortschritte wird es immer leichter werden, Wege zu finden, angenehmer und kürzer zu arbeiten. Wenn die materiellen Grundbedürfnisse erfüllt sind, wird die Freizeit zum heiß begehrten Luxusprodukt.

Es steht aber natürlich auch jedem Menschen frei, die Entfremdung sofort und ein für allemal abzuschütteln. Ein kleines Fleckchen Erde irgendwo, eine Holzhütte, ein Kartoffelacker und eine Ziege – das Mittelalter hatte auch seine schönen Seiten. Das Startkapital können sie sich fix in der U-Bahn zusammenbetteln.

C. Die Kritische Theorie spricht auch gerne sehr generell von den angeblich katastrophalen Wirkungen des Kapitalismus auf die Gesamtgesellschaft. Es sei der Kapitalismus, der direkt zu Rassismus und Verbrechen, Krieg und Faschismus führe. Statt eines Beweises werden uns absurde Analogieschlüsse präsentiert. Ein besonders drastisches Beispiel aus der Negativen Dialektik muss genügen: „Was die Sadisten im Lager ihren Opfern ansagten: morgen wirst du als Rauch aus diesem Schornstein in den Himmel dich schlängeln, nennt die Gleichgültigkeit des Lebens jedes Einzelnen, auf welche Geschichte sich hinbewegt: schon in seiner formalen Freiheit ist er so fungibel und ersetzbar wie dann unter den Tritten der Liquidatoren.“ (355)

Wenn das formale Recht von Hautfarbe, Geschlecht und Religion abstrahiert, weil es nur universelle Menschenrechte kennt, dann behandelt es die Menschen ebenso grausam, wie es die Nazis mit ihren Opfern taten? Wir Menschen des Westens, die wir das Privileg genießen, vor dem Gesetz als Gleiche behandelt zu werden, dürfen also eben deshalb unser Leiden mit dem Leiden von KZ-Insassen auf eine Stufe stellen? Dieser antiliberale Geschichtsrevisionismus dürfte an Ungeheuerlichkeit kaum zu überbieten sein. Ganz allgemein formuliert Adorno seine Grundthese, daß das Besondere vom Allgemeinen „wie von einem Folterinstrument zusammengepreßt“ wird (339).

Den Beweis für einen irgendwie gearteten Zusammenhang von Faschismus und Kapitalismus ist die Kritische Theorie uns freilich ebenfalls schuldig geblieben. Und sie wird es auch immer bleiben. Denn auch diese Thesen sind nachweisbar falsch. Das Gegenteil ist wahr: Es gibt eine sehr deutliche Korrelation zwischen ökonomischer und politischer Freiheit. „Untersuchungen zum Thema wirtschaftlicher Freiheit zeigen, daß die Bürger, die internationalen Handel treiben können, mit etwa viermal höherer Wahrscheinlichkeit auch politische Freiheiten genießen, als diejenigen, denen dieses Recht auf Handel verweigert wird.“ (Norberg 258; Vgl. auch: Norberg 260 und ausführlich: Inglehart/ Welzel 2005)

Und die Gründe hierfür liegen ebenfalls auf der Hand: Das Eigentum ist eine der zentralen Möglichkeiten individueller Selbstentfaltung und notwendige Bedingung menschlicher Unabhängigkeit. Erst mit dem Eigentum befreit sich der Mensch aus den Fesseln der Stammesgemeinschaft. Und mit jeder Liquidierung des Privateigentums wird er wieder ins Kollektiv zurückgezwungen. Wer die Wirtschaft planen will, muß auch die Handlungen der Menschen planen.

Und auch der Zusammenhang zwischen Marktwirtschaft und Frieden konnte bewiesen werden. Eric Gartzke hat gezeigt, daß zwei Faktoren nachweisbar friedensfördernd wirken: Demokratie und Marktwirtschaft. Der Faktor Marktwirtschaft wirkt im Durchschnitt sogar 51 x stärker gewaltverhindernd als der Faktor Demokratie.

III. Die zentralen Thesen der Kritischen Theorie, die niemals als Thesen formuliert wurden, können als widerlegt gelten. Aber die Kritische Theorie ist nicht einfach falsch. Ihre Lehre ist absurd, ideologisch und unverantwortlich. Warum?

Sie begnügt sich nicht damit, Mißstände aufzudecken und über mögliche konkrete Lösungen nachzudenken. Sie hat einen sehr viel weitergehenden, latent größenwahnsinnigen Anspruch: Sie will DEN Mißstand überhaupt aufdecken und brüstet sich ernsthaft damit, DIE Lösung für sämtliche Probleme der Menschheit zu kennen. Sie ist nicht pessimistisch, sie ist weit überzogen optimistisch.

Die Kritische Theorie erweist sich bei näherer Betrachtung als eine Form des Verschwörungsdenkens. Das mag allein deshalb übertrieben klingen, weil die Kritische Theorie heftig gegen Verschwörungstheorien aller Art polemisiert hat.
Dabei hat sie aber bei näherer Betrachtung stets nur einen wichtigen Aspekt dieses Denkens ins Visier genommen: die naive Personalisierung. Die Kritische Theorie hatte nur Spott und Gelächter für den Wahnsinnsgedanken übrig, daß eine konkrete Gruppe von Menschen, die Kapitalisten oder die Juden, für alles Übel dieser Welt verantwortlich sein soll. Der Gedanke einer klandestinen Weltverschwörung hat aber einen anderen Gedanken zur Vorrausetzung: den Gedanken, daß es überhaupt eine Wurzel alles Bösen gibt. Die radikale Reduzierung der ungeheuren Komplexität aller Probleme dieser Welt auf eine einzige verborgene Ursache ist der erste notwendige Schritt des Verschwörungsdenkens. Der zweite Schritt, die Identifizierung von Menschen mit dieser Ursache, macht die Sache zwar noch sehr viel gefährlicher, weil sich daraus zwingend die Konsequenz ergibt, daß diese Gruppe vollständig vernichtet werden muß. Notwendig ist er nicht. Die Wurzel alles Übels kann sehr gut auch ein Prinzip oder ein System sein. Denken wir etwa an die fürchterliche Matrix-Trilogie.

Diese Formen der Paranoia haben aber auch eine positive, stabilisierende Funktion für das menschliche Bewußtsein. Diese gebündelte Angst beruhigt, bändigt und überlagert viele kleine und zerstreute Ängste. Es ist sehr viel schwerer, sich von all dem Leiden auf unserer Welt nicht überwältigen zu lassen, wenn wir Millionen von potentiellen Konfliktquellen sehen und unsere Ängste diffus und vielfältig bleiben. Es kann ein entscheidender Vorteil für die Psyche sein, all diese Ängste auf eine einzige Angst zu reduzieren, in dem wir uns suggerieren, daß alles das, was uns ängstigt, verstört oder moralisch empört, eine einzige greifbare, benennbare und abschaffbare Ursache hat. Ein Mensch, der in diesem Gefühl lebt, kann sich als Eingeweihter betrachten, der im Gegensatz zu seiner oberflächlichen Mitwelt die tiefere Wahrheit geschaut hat. Er kann sich als Held betrachten, der mit Wort und Schwert in die letzte Schlacht gegen das Böse schlechthin zieht. Und er kann sich als Prophet aufspielen, der die Menschen an die Möglichkeit der Utopie erinnert.

Die Kritische Theorie hat dieses irrationale und romantische Denken für gebildete Intellektuelle akzeptabel gemacht. Wie konnte ihr das gelingen?

Zunächst einmal hat sie eine Institution zum Hauptfeind erkoren, die einige zentrale Vorrausetzungen erfüllt. Der Kapitalismus ist tatsächlich allgegenwärtig und weltumspannend, er kann alle Dinge und Menschen mit seiner Logik erfassen. Andere Institutionen können dagegen immer nur Teilbereiche der Welt integrieren. Man wird heute schwer einen Menschen oder einen Bereich des Lebens finden, der von der Marktwirtschaft völlig unberührt geblieben ist.
Aus diesen Gründen konnte die Kritische Theorie an Scheinplausibilität gewinnen. Sie mußte besonders anziehend auf junge Leute wirken, die sich mit dem Schrecken der Welt nicht abfinden wollen. Die großen und die kleinen Plagen, Hunger, Krieg und Unterdrückung, aber auch die kleinen Sorgen des Alltags, Leistungsdruck und Liebeskummer, Weckerklingeln und verratene Freundschaft, für alles gab es eine furchtbar einfache Erklärung: Schuld war allein das System, für das die Kritische Theorie viele beeindruckende Namen kennt: das falsche Ganze, die allumfassende Totalität, die warenproduzierende Gesellschaft, die verwaltete Welt, der Spätkapitalismus – das sind die großen Klassiker unter den vielen Synonymen.

IV. Dieses Denken ist relativ einfach zu erlernen. Wir müssen nur alle Probleme, die uns irgendwie einfallen, ein wenig unordentlich einer von zwei Schubladen zuordnen. In die eine kommen all die Probleme, die entstehen, weil Menschen nur an sich selbst denken: Macht- und Geldgier, Verbrechen, sexuelle Konkurrenz, Arroganz, Sadismus, Intrige, etc. pp. Diese Schublade können wir auch beschriften: Egoismus könnte hier draufstehen.

Auf die zweite Schublade können wir dick und fett das Wörtchen Kollektivismus oder auch: Fehler und Verbrechen der Gesellschaft schreiben. Da finden alle Probleme ihren Platz, die darauf zurückgehen, daß Gesellschaften mit Gewalt oder Ideologie versuchen, den Willen des Einzelnen zu brechen, um ihn der Gesellschaft gefügig zu machen: Nationalismus, Totalitarismus, Intoleranz, autoritäre Erziehung, Märtyrerkult, Ungerechtigkeit, Polizeigewalt, Krieg, Folter, Terror und Genozid. Alles rein damit.

Nun müssen wir lediglich noch begreifen, daß der Kapitalismus eine Konkurrenzgesellschaft ist, in der die einzelnen Menschen auch ihre Interessen durchsetzen. Und wir müssen begreifen, daß die bürgerliche Gesellschaft, um die kapitalistische Ordnung zu schützen, irgendwie auch psychischen Druck und letzten Endes sogar Gewalt einsetzen muß, um ihren Werten und ihren Gesetze auch Geltung zu verschaffen. Und schon können wir fröhlich drauflos assoziieren und analogisieren und dabei mächtig dick auftragen. Ein Beispiel:

‚Der allgegenwärtige Narzißmus, psychisches Symptom der dem System innewohnenden Konkurrenz, hat in seiner letzten krisenhaften Phase zum permanenten Krieg um Aufmerksamkeit sich gesteigert. Die reale Indifferenz der Menschen wird übertönt.’ (das ist nicht von Adorno, das habe ich mir ausgedacht)

Und wenn wir Probleme aus verschiedenen Schubladen kombinieren möchten, fügen einfach wir diesem Assoziationsbrei eine kleine Prise Dialektik hinzu. Kräftig umrühren. Fertig.

Wenn nun die Faktenlage oder der behauptete ursächliche Zusammenhang bezweifelt wird, ist dies Beweis genug, daß unserem Kritiker der sechste Sinn für das Verborgene fehlt, mit dem wir das Wesen hinter den Erscheinungen schauen. Die Zusammenhänge sind schließlich subtil und unbewußt. Die seelischen Verletzungen sind so tief und schmerzhaft, daß gewöhnliche Menschen und positivistische Wissenschaftler sie permanent und angestrengt verdrängen müssen.
Voilá! Wir sind nicht falsifizierbar! Sehr angenehm.

V. Die Kritische Theorie glaubt nur selten, daß ihre Kritiker etwas völlig falsches sagen. Meist wirft sie ihnen vor, an der Oberfläche zu verharren und sich mit Epiphänomenen herumzuschlagen, wie ein schlechter Arzt, der ein Symptom mit der Krankheit selbst verwechselt.

Dadurch kann sie eine Menge unliebsamer Fakten spielerisch absorbieren und die denkbar extreme Unterkomplexität ihres Theoriegebäudes verschleiern. Sie beschäftigt sich auf tausenden von Seiten mit Problemen der Kultur, der Politik, der Religion, der Familie, des Rechts und des Alltagslebens, mit Vorliebe für die unscheinbarsten Details. Am Ende aber werden wieder sämtliche Probleme radikal auf die Herrschaft des Tauschwerts, auf „die Formel, nach der die Welt verhext ward“ (Adorno), reduziert. Der ganze gigantische Kosmos der Phänomene, die in den Werken der Frankfurter Schule analysiert werden, wird explizit, direkt und grundsätzlich auf das falsche Ganze bezogen. Das Kapital ist in ihren Augen das dunkle Zentrum alles Bösen, das unsere gesamte Welt in Bewegung hält. Es ist das „ens realissimum“ (Adorno), das Sein alles falschen Seienden, Urgrund unserer nichtigen Existenz.

An keiner Stelle in Adornos Werk ist im Plural von falschen gesellschaftlichen Systemen oder Totalitäten die Rede. Das falsche Ganze will keine anderen Götter neben sich dulden. Es existiert nur im Singular: allmächtig, majestätisch, erhaben, einsam und konkurrenzlos. Politik, Recht, Religion oder Kultur werden als Erscheinungen ohne eigene Dynamik abgehandelt. Sie spiegeln lediglich die Gesetze des Kapitals.

Und wo die Kultur längst zerstört wurde, da müssen wir nach Individuen gar nicht erst Ausschau halten. Sie vegetieren nur noch als „Knotenpunkte der Gesellschaft“ und stolpern als „lebende Leichen“ und „Charaktermasken“ durch die verwüstete Welt. Ihre Individualität ist Schein, ihre Handlungen sind belanglos: „Fliegen, die zucken, nachdem die Klatsche sie schon halb zerquetscht hat.“ (NZL II, 202) Jede individuelle Regung, jeder autonome Gedanke, auch der des Kritikers, kommt einem Wunder gleich.

VI. Den Menschen fehlt nicht nur jede Persönlichkeit, ihnen fehlt auch der biologische Körper. In Adornos Weltbild steht das Böse dem Menschen heteronom gegenüber: „Das Böse wäre demnach ihre eigene Unfreiheit: was Böses geschieht, käme aus ihr“, erklärt er dogmatisch und schließt damit von vornherein aus, daß Menschen aus eigenem Antrieb, ganz ohne falsche gesellschaftliche Verhältnisse, Fehler und Verbrechen begehen können. (ND 218)

Jede Analyse möglicher biologischer Einflüsse gilt ihm als biologistisch und reaktionär. Ja, Adorno bestreitet vehement, überhaupt ein Menschenbild zu besitzen. Aber auch das Bild vom Menschen als einem unbeschriebenen Blatt, das erst und ausschließlich von der Gesellschaft beschrieben wird, ist ein konkretes Menschenbild. Und noch dazu ein nachweislich falsches. (Zu den wissenschaftlichenFakten und politischen Implikationen ausführlich: Pinker 2003)

Meist aber versteckt sich auch hinter diesem scheinbar neutralen Menschenbild ein romantischer Rousseauismus. Die kitschigen Vokabeln, mit denen Adorno die vom Kapitalismus erlöste Welt umreißt, verraten ihn.

Die Versöhnung aller Gegensätze bleibt sein unbescheidenes Ziel. Alles andere ist demgegenüber bedeutungslos. Versöhnt sein werden Körper und Geist, Emotion und Vernunft, Individuum und Gesellschaft, Zivilisation und Trieb, Produktion und Konsumtion, Subjekt und Objekt, Natur und Kultur, Lust und Moral – und eigentlich alles, was jemals getrennt war. (Löwe und Lamm, möchte man hinzufügen.)

Führen uns wir einmal deutlich vor Augen, was für ein absurder, weltfremder und harmonistischer Unfug das ist. Es wird keinerlei Konflikte zwischen Körper und Geist mehr geben? Wir werden spontan unseren unmittelbaren Impulsen und Trieben nachgehen und dabei gleichzeitig vernünftig, verantwortungsvoll und moralisch handeln? Wir werden uns voll und ganz ausleben, tun und lassen, was wir möchten, nehmen, was uns gefällt, ohne jemals mit den Bedürfnissen unserer Mitmenschen zu kollidieren? Und all das ohne jede Anstrengung und Selbstdisziplin? Immer, überall und auf ewig?

Ob Adorno allen Ernstes von der Realisierbarkeit dieses Utopias, das ja nicht zufällig an die unerträglichen Bilder im Wachturm der Zeugen Jehovas erinnert, überzeugt war, wissen wir nicht. Geschrieben hat er es. Der letzte Widersacher der umfassend zerstörten Welt ist natürlich „der somatische Impuls“, der ungebändigte Trieb in all seiner Pracht und Herrlichkeit. Adorno spricht nicht zufällig von „der Auferstehung des Fleisches“ (ND 207) in der „erlösten Welt“, als sei jede Form der zivilisatorischen Triebkontrolle eine vollkommen sinnlose Zumutung. Jede Einschränkung des Lustprinzips, so suggeriert es Adorno, dient der Stabilisierung gesellschaftlicher Unterdrückung und würde sich im Kommunismus erübrigen. Warum sonst hat er nichts als Verachtung für die wichtigste psychische Vorraussetzung jeder humanen Zivilisation übrig?

„Das Gewissen ist das Schandmal der unfreien Gesellschaft“, schreibt er in einer wüsten Polemik gegen Freud in der Negativen Dialektik (ND 272). Freud hatte die gewalttätigen, überflüssigen und übertriebenen Formen der Triebkontrolle von den sinnvollen und notwendigen Formen unterschieden: „Solange dieses Über-Ich in gemäßigter Weise dafür sorgt, daß man sich als gesitteter Bürger fühlt und als solcher handelt, ist es eine nützliche Einrichtung, an der nicht gerüttelt werden muß.“ (Freud, zit. nach: ND 270)

Für diese in seinen Augen spießige Unterscheidung hat Adorno nur Spott übrig: „Die Angst vor Übertreibungen ist die Signatur derselben gesitteten Bürgerlichkeit, die auf das Überich samt seinen Irrationalitäten um keinen Preis verzichten mag.“ Und natürlich weiß er auch, warum dieses Über-Ich überhaupt in der Welt ist: „Kritik des Überichs müßte Kritik der Gesellschaft werden, die es produziert.“ (270)

Das ist die Wahrheit Adornos, seine Verheißung, sein Versprechen. Die Welt, von der er träumt, ist von Engeln und Heiligen bevölkert, nicht von realen Menschen. Ihre Bewohner werden makellos und rein geboren und bleiben es bis zu ihrem Tod. Sie werden die Angst nicht mehr kennen, die nur verblendete Menschen für eine Basisemotion des Menschen halten: „Was mit Vorliebe Angst genannt wird und zum Existential veredelt wird, ist Klaustrophobie in der Welt: dem geschlossenen System.“ (340) Selbst die Angst vor dem Tod, so hofft Adorno, dürfte sich als Reaktion auf die Kälte einer Welt erweisen, in der schon das Leben „der permanente Tod“ ist. (363)

VII. Natürlich mußte Adorno ein strenges Verbot aussprechen, dieses Schlaraffenland ein wenig genauer auszumalen. Hinter seinem berühmten Bilderverbot lauert die Angst, sich öffentlich lächerlich zu machen. Die Utopie muß im Vagen gehalten werden, damit sie nicht auf den ersten Blick als die pubertäre Fieberphantasie erkannt wird, die sie ist. Und doch müssen die Andeutungen konkret genug sein, um die nötige Anziehungskraft zu entfalten.

Adorno bringt den Menschen die Wahrheit über die Wurzel alles Bösen und die Möglichkeit der Befreiung. Alles was er sagte und schrieb, sagte und schrieb er, damit „der Bann sich löse“.

Er verkündet die große Wahrheit, in der wir alle leben werden, wenn die Umwälzung der Verhältnisse doch noch gelingen sollte. Er entflammt die Herzen mit „messianischer Hoffnung“. Jede andere Wahrheit ist nicht nur banal und uninteressant, sie ist nicht einmal wahr. „Das Triviale ist niemals wahr“, lamentiert Adorno, der das Nichtidentische verachtet, wie sonst nur wenige Philosophen: Was nicht von dem Schrecken des Bestehenden und der Möglichkeit der Utopie zeugt, darf auch nicht sein.

Adornos Philosophie ist die „Wiederkehr des Immergleichen“. Die einzige Wahrheit, die uns frei machen kann, ist das mögliche Himmelreich auf Erden: „Der Strahl, der in all seinen Momenten das Ganze als das Unwahre offenbart, ist kein anderer als die Utopie der ganzen Wahrheit, die noch erst zu verwirklichen ist.“ (Erfahrungsgehalt, S. 104)

Wer diese ganze Wahrheit nicht geschaut hat, lebt in der Lüge, „unterm Schleier der Maya“ (ND 391), im „totalen Verblendungszusammenhang“.

VIII. Adorno und Horkheimer haben sich – ganz im Gegensatz zu den meisten ihrer Schüler! – nichts zuschulden kommen lassen. Sie haben fast alle konkreten Fehler und Verbrechen der Linken kritisiert. Der totalitäre Sozialismus war ihnen zutiefst zuwider. Sehr bewußt sprachen sie nur von den „totalitären Systemen beider Spielarten“.

Dennoch ist ihr Denken gefährlich. Es verhindert eine verantwortungsvolle und vernünftige Auseinandersetzung mit den konkreten Problemen unserer Welt. Es verhindert die Identifikation mit Demokratie und Menschenrechten. Es sondert den Glaubenden von seiner Mitwelt ab und entmutigt ihn, sich mit Zuversicht in dieses immer auch schwierige Leben zu stürzen. Es führt zu eben der Entfremdung, die es angeblich kritisiert. Es entwertet die realen Menschen und Dinge, in dem es alle Aufmerksamkeit auf die angeblich mögliche Befreiung lenkt. Das Glück dieser Welt muß vor dem ultimativen, nicht überbietbaren Glück, das dem wahren Gläubigen versprochen ist, verblassen. Die Theorie entlarvt es als bestenfalls trostspendende Illusion.

Wir können nur spekulieren, was geschehen würde, wenn tatsächlich eine Bewegung versuchen würde, den Tauschwert und die angeblich von ihm geschaffene bürgerliche Gesellschaft zu beseitigen. Mit Sicherheit würde die Wirtschaft zusammenbrechen – ohne Märkte keine hochentwickelte Arbeitsteilung. Hungersnöte wären die Folge. Die Attacken gegen die demokratische Rechtsordnung würden in Chaos, Bürgerkrieg und Willkürjustiz enden.

Und wenn wir uns an die Erfahrungen mit anderen sozialistischen Experimenten erinnern, so müssen wir auch davon ausgehen, daß sich zumindest der radikale und militante Teil der Bewegung auf die Suche nach den Schuldigen für die totale Katastrophe begeben würde. Es waren meist linke Humanisten und Antitotalitaristen wie Adorno und Horkheimer, die als erste im Gulag verschwanden.
Anmerkung:

(1) Wir sollten übrigens die Arbeit nicht nur als Problem begreifen. Studien zur Lebenszufriedenheit zeigen, daß Arbeit sehr wichtig für das menschliche Wohlbefinden ist. Ein Zuwenig an Arbeit kann ebenso peinigend wie ein Zuviel an Arbeit sein. Vgl. etwa: Norberg: http://www.cne.org/pub_pdf/2002_09_norberg_happiness.pdf

Literatur:

ADORNO, THEODOR: „Negative Dialektik“, Frankfurt /M. 1977
ADORNO, THEODOR: „Notizen zur Literatur II“, Frankfurt /M. 1965
GARTZKE, ERIK: „Economic Freedom and Peace“ – http://www.cato.org/pubs/efw/efw2005/efw2005-2.pdf
INGLEHART, RONALD/WELZEL, CHRISTIAN: „Modernization, Cultural
Change, and Democracy – The Human Development Sequence“, New York 2005
NORBERG, JOHAN: „Das kapitalistische Manifest“, Frankfurt /M. 2003
PINKER, STEVEN: „Das Unbeschriebene Blatt – Über die Leugnung der
menschlichen Natur“, Berlin 2003

(Via Achse des Guten)

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