Respekt!

30. April 2009 § 7 Kommentare

Nicht nur Atheisten sollen in einer neuen Klerikaloffensive von der alleinseligmachenden Wahrheit des Christentums überzeugt werden, ob’s da wülln oder net: Der katholische Philosoph Robert Spaemann beharrt in der FAZ auf der Notwendigkeit der Judenmission.

Anlaß genug, einen Aufsatz wieder auszugraben, den ich vor ein paar Jahren für den MERKUR geschrieben habe (Nr. 681, Januar 2006). Hier der director’s cut:

Respekt! Religiöse Denker fordern ihn, gehen aber sparsam damit um

Nach der Welle „neokatholischer Frömmelei“ (Michael Rutschky) im Gefolge des Papstwechsels und des Weltjugendtages in Köln tat es gut, wieder einmal eine Stimme säkularer Vernunft zu vernehmen. Jan Philipp Reemtsma machte sich Gedanken über die Frage: Muß man Religiosität respektieren? [1]

Seine Antwort lautete sinngemäß: Kommt drauf an, was man unter Respekt versteht. „Ich respektiere keine geistigen Gehalte, die für mich bedeutungslos sind oder die ich für Unfug halte.“ Anspruch auf Respekt habe der religiöse Mensch zwar als Individuum, er könne aber nicht verlangen, daß vor seinen Glaubensinhalten jedermann den Hut ziehe.

Im säkularen Staat, der keine allgemeinverbindliche Lehre kennt, müßten und könnten religiöse und nichtreligiöse Bürger gut miteinander auskommen. „Festgehalten werden muß aber doch“, so Reemtsma,

„daß eine gewisse Spannung besteht zwischen einer Gesellschaft, zu deren Öffentlichkeitsverfassung gehört, daß es keinen privilegierten Zugang zur Wahrheit gibt, und Menschen, deren Leben von der Vorstellung erfüllt ist, es gebe dergleichen und sie seien im Besitz dieses Zugangs. Das Problem des Respekts liegt in dem Umstand begründet, daß viele – vor allem Religiöse – der Ansicht sind, die säkulare Gesellschaft brauche das religiöse Element, weil nur darin etwas zu finden sei, was jede Gesellschaft dringend nötig habe, die säkulare Gesellschaft aber aus sich heraus nicht produzieren könne.“

Reemtsmas Essay wirkte nach der päpstlichen Klage über die „Diktatur des Relativismus“ erfrischend. Die These vom Sinnverlust in der Moderne, der durch Religiosität kompensiert werden müsse, ist eine in den Feuilletons in den letzten Jahren oft vertretene Auffassung, nicht nur, wenn es um Bioethik und Stammzellenforschung geht: Die Moderne zehre von den Sinnreserven, die das Christentum bereitgestellt habe, und die seien ohne christliche Orientierung bald aufgebraucht. Die Folgen seien Entfremdung, Vereinzelung, Hedonismus, Gewalt, „Konsumismus“ etc.  Papstwahl und Weltjugendtag popularisierten diese Auffassung nochmals, die im übrigen impliziert – da gleichsam ein Ethikmonopol beansprucht wird –, nichtreligiöse Menschen seien in Fragen der Moral unsichere Kantonisten und hätten im Ernstfall keine Einwände gegen den Massenmord.

Nun ist Religionskritik keine Sache, die sich nicht ihrerseits ausweisen müßte. Es gibt den antireligiösen Affekt in links-, wie rechtsradikalen Milieus, die den christlichen Sack prügeln, wenn sie den jüdischen Esel meinen. (Während areligiöse Philosophen wie Herbert Schnädelbach wiederum gerade die jüdische Ethik von ihrer christlichen Verfälschung befreien wollen.) Solche sinistren Gegner der Religion erlauben jedoch nicht den Schluß, religiöse Inhalte seien wahr und nur sie verbürgten Lebenssinn und die Achtung vor der Würde der Mitmenschen. Nichts berechtigt zu der Annahme, daß die Menschen ob ihrer metaphysischen Unbehaustheit verzweifeln müßten oder sich gleich gegenseitig die Köpfe einschlagen würden, sollten sie zu der Ansicht gelangen, daß der Himmel leer ist.

Es wirkt in der Tat anmaßend, wenn gesagt wird, die Religionen hätten moralisches Handeln gleichsam erfunden. Die Religionen haben moralische Grundsätze kodifiziert, auch ist die zivilisierende Wirkung der monotheistischen Religion nicht zu bestreiten. Die Fähigkeit zur Empathie mit den Mitmenschen gehört aber bereits zur anthropologischen Grundausstattung. In jeder wie auch immer gearteten Gesellschaft wird es moralische Normen geben. Moral ist immer schon menschlich. Offenbarte sich Gott und stellte un-moralische Forderungen, riefe etwa zum Terror gegen Ungläubige auf, so hätte man ihm aufgrund menschlicher Moral den Gehorsam zu verweigern, die dann eben keinen transzendenten Bezug mehr hätte.

Gute Menschen – nicht Gutmenschen – gehen der Welt auch nicht beständig mit dem Bekenntnis auf die Nerven, im Besitz der einzig gültigen Moralquelle zu sein. Die absolute Barbarei von Nationalsozialismus und Stalinismus den „Gottlosen“ anzurechnen, sieht zum einen großzügig von religiös begründeter Grausamkeit bis hin zum Völkermord ab und verkennt zum anderen den quasireligiösen Charakter der antimodernen Totalitarismen, die Kollaboration der christlichen Kirchen mit dem Nationalsozialismus, den spanischen Klerikalfaschismus sowie die Sympathie manch christlicher Linker für rote Diktaturen.

Letztbegründungsanspruch

Es heißt katholischerseits oft, die Würde des Menschen könne nur gewährleistet werden, wenn bestimmte moralische Grundsätze nicht verhandelbar sondern in einer außerhalb der menschlichen Gesellschaft angesiedelten Instanz verankert seien. Ein exponierter Vertreter eines solchen moralischen Letztbegründungsanspruchs und der Unhintergehbarkeit christlicher Normen ist der katholische Philosoph Robert Spaemann, der bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1992 an der Universität München lehrte und der in den Gentech-Debatten der neunziger Jahre konsequent das Lebensrecht und die Menschenwürde von Embryonen verteidigte.

Spaemanns Rezension einer Aufsatzsammlung von Jürgen Habermas (dessen Flirt mit Ratzinger natürlich Spaemanns Billigung findet)[2] ist vor allem als eine Replik auf Reemtsmas Essay zu lesen. Wenn Spaemann schreibt „Religiöse Bürger sind für Reemtsma im liberalen Staat Bürger zweiter Klasse“, ist das allerdings eine schon böswillige Verzerrung von Reemtsmas Intentionen. Wenn von Bürgern zweiter Klasse die Rede ist, hat man gewöhnlich konkrete Benachteiligungen oder Diskriminierungen im Blick. Reemtsma will religiösen Menschen keineswegs die Bürgerrechte beschneiden. (Ebenso larmoyant wäre es, wenn Atheisten sich als Bürger zweiter Klasse inszenieren würden.) Zum Glück leben wir in einem liberalen Staat, dessen Grundgesetz (Art. 4) garantiert, daß aufgrund von Religiosität oder ihres Fehlens niemand benachteiligt und schon gar nicht zum Bürger zweiter Klasse degradiert wird.

Reemtsmas Frage war, ob über den selbstverständlichen Respekt hinaus, den Bürger einander als Bürger schulden – und Menschen als Menschen –, religiöse Überzeugungen noch einen besonderen Respekt beanspruchen könnten, der nichtreligiösen Überzeugungssystemen nicht zukomme. Reemtsma macht von seinem Recht Gebrauch, diesen Respekt zu verweigern, da er seinerseits den Respekt von religiöser Seite vermißt, etwa wenn Spaemann über den Atheismus herausfindet, dieser entziehe

„dem Gedanken der Menschenwürde definitiv seine Begründung und so die Möglichkeit theoretischer Selbstbehauptung“[3].

Reemtsma geht es um die Reziprozität des Respekts: „Respekt erhält man für Respekt“. Ich bin ziemlich sicher, daß Reemtsma bei dieser Formulierung die folgenden Sätze von Robert Spaemann vor Augen hatte:

„Alle diese Antworten [Skepsis, Agnostizismus, Atheismus], so falsch sie auch sind, verdienen den Respekt, den nun einmal menschliche Überzeugungen verdienen, nicht weil sie wahr sind, sondern weil Menschen sich mit ihnen identifizieren.“[4] Dies ist das Äquivalent zu Reemtsmas Aussage, „der Religiöse [wird nicht] diskriminiert. Aber das erfolgt nicht deshalb, weil Religiosität es sozusagen verdiene, daß man so mit ihr umgeht. Es erfolgt deshalb, weil eine säkulare Gesellschaft eine säkulare Gesellschaft ist.“

Dann aber fährt Spaemann an gleicher Stelle fort:

„Keinen Respekt verdient die heute verbreitete, meist gar nicht klar artikulierte Ansicht, die Antwort auf diese Frage [nach Gott] sei nicht so wichtig, alles andere, was uns bewegt, sei eigentlich wichtiger, und es lohne sich nicht, seine Zeit auf das Nachdenken über Gott zu wenden. Wenn es Gott gebe und ein Leben nach dem Tod, so würden wir das ja dann spätestens sehen. Ob jemand ein anständiger Mensch sei, hänge sowieso nicht davon ab, ob er an Gott glaubt oder nicht. Schließlich glaubten die moslemischen Selbstmordattentäter auch an Gott, ja gerade dieser Glaube motiviere sie zu ihren Verbrechen. Ich sage, daß diese Ansicht keinen Respekt verdient. Denn sie zeigt, wie Sokrates einmal sagt, einen sehr kümmerlichen Menschen.“[5]

Wenn Spaemann zu einer Schmähung der Ungläubigen ausholt, dann versichert er sich gern klassischer Schützenhilfe. Vor einigen Jahren zog der Philosoph Herbert Schnädelbach unter dem Titel Der Fluch des Christentums[6] in der ZEIT eine kulturelle Bilanz des Christentums, die recht ungünstig ausfiel. Etliche der Argumente Schnädelbachs hätten sich mit Recht bestreiten lassen – wäre dies mit Argumenten geschehen. Die Repliken namhafter Theologen auf Schnädelbach begnügten sich jedoch meist damit, Schnädelbach fragwürdige Motive zu unterstellen, ihn zu psychologisieren, moralisch zu verunglimpfen oder ihn sonstwie zu beschämen.

Spaemann schrieb damals:

„Schnädelbachs Aufsatz Der Fluch des Christentums gehört zu den Äußerungen, die nach Aristoteles zunächst einmal nicht Argumente, sondern Zurechtweisung verdienen.“[7]

Sokrates und Aristoteles, darunter macht er’s nicht. Und er fuhr fort:

„In diesem Ton spricht man nicht über das, was einem großen und respektablen Teil der eigenen Mitbürger und einem sehr großen Teil der Menschheit das Heiligste ist.“

Argumentieren Philosophen neuerdings so? Werden philosophische und historische Fragen nach dem Mehrheitsprinzip entschieden?

Reemtsma polemisiert gegen solche Auffassungen, wenn er die mangelnde Gegenseitigkeit des Respekts zwischen areligiösen und religiösen Menschen beklagt. Auch nichtreligiöse Menschen sind kränkbare Wesen und möchten sich ungern als „sehr kümmerlichen Menschen“ bezeichnen lassen. Der evangelische Bischof Horst Hirschler hielt Schnädelbach vor:

„Ich finde es auch von der Warte des Philosophen völlig unsachgemäß, wenn Sie sagen: Ich kann mit Gott nichts anfangen. Wenn Sie nicht nach Gott fragen, dann leben Sie unter Niveau. Sie müssen ja als Antwort nicht das Christentum haben. Aber so etwas wie Gott, also eine Antwort auf die Sinnfrage, das müssen Sie doch haben! Wofür sind Sie denn sonst da? Was ist das für eine Eintagsfliege, lieber Herr Philosoph?“[8]

Welcher gläubige Mensch würde sich solche Herablassung gefallen lassen?

Wahrheitsrelativismus

Eine beliebte Diskursmarke religiöser Denker ist der sogenannte Relativismus, wobei erkenntnistheoretische und moralische Fragen bunt durcheinandergewürfelt werden. Spaemann:

„Wer glaubt, daß der Unterschied zwischen Gut und Böse nicht dem Belieben von Mehrheiten entspringt und relativ ist, sondern sich einem transzendenten Ursprung verdankt, dessen Überzeugung verdient [laut Reemtsma] keinen Respekt. Die Tolerierung seiner Überzeugung ist vielmehr lediglich Ausdruck der Selbstachtung einer säkularen Gesellschaft, die jede Überzeugung als Idiosynkrasie zur Privatsache erklärt und nur als solche duldet.“[9]

Der Witz des Relativismusvorwurfs ist natürlich der: Spaemann möchte nicht Gottes Ansichten zur allgemeingültigen Moral erheben, sondern seine, von denen er behauptet, sie seien transzendental verankert, womit er sie der Debatte entzieht.

Auch beim Thema Toleranz zielt Spaemann nicht unbedingt auf Gegenseitigkeit:

„Was Schnädelbach am Christentum mißfällt, ist in erster Linie der Universalismus, der sich aus seinem Wahrheitsanspruch ergibt. […] Einen Zusammenhang zu sehen zwischen Wahrheitsüberzeugung und Intoleranz, Skeptizismus und Toleranz ist ein Klischee, das ebenso verbreitet wie unbegründet ist. Wenn jemand glaubt, die Therapie für ein Leiden gefunden zu haben, und wenn er jedermann, der an derselben Krankheit leidet, von dieser Therapie zu überzeugen sucht, ist er deshalb ein potenzieller Gewalttäter?“[10]

Darauf läßt sich antworten: Wenn der Therapeut überzeugende Beweise schuldig bleibt, wenn sein „Überzeugen“ so aussieht, daß er Andersdenkende beschimpft, verurteilt und zurechtweist, wenn er auch jene therapieren möchte, die sich keineswegs als therapiebedürftig betrachten, dann ist ein gewisser Zweifel an seiner Toleranz schon angebracht. Um in der Metapher zu bleiben: Wenn sein Medikament niemand kaufen will, kann er die Dummheit seiner Mitmenschen verfluchen. Möglicherweise ist er aber auch einfach ein Scharlatan. In der Medizin gibt es anerkannte Verfahren zur Feststellung der Wirksamkeit von Arzneimitteln. Vertreter „alternativer Heilverfahren“, die sich solchen Wirksamkeitstests entziehen, tun dies meist mit der Begründung, ihre Heilmethode sei über solche szientistischen Sperenzchen erhaben. Werden diese Verfahren dann doch einmal geprüft, stellt sich meist heraus, daß sie nicht wirksamer sind als der Placebo-Effekt. Nichts gegen Placebos, wenn sie denn helfen. Man kann sich auf das Spiel der Wahrheitssuche aber nicht einlassen und dann mittendrin die Spielregeln ändern, sobald sich eine Niederlage abzeichnet.

Reemtsma behauptet übrigens mitnichten, daß keine Wahrheit existiert, sondern er bestreitet, daß es einen privilegierten Wahrheitszugang jenseits der Vernunft und intersubjektiver Nachvollziehbarkeit gibt. Nach Popper können wir uns der Wahrheit ohnehin niemals zweifelsfrei sicher sein; allenfalls können wir uns ihr asymptotisch nähern, indem wir Irrtümer ausräumen. Wer glaubt, etwa durch Offenbarung, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, steht vor der Wahl, die anderen entweder mit Gewalt zum Bekenntnis zu zwingen oder aber zu versuchen, sie mit Argumenten zu überzeugen. In einer säkularen Gesellschaft muß er es dann aber auch akzeptieren, wenn man seine Argumente nicht für überzeugend hält. Mit anderen Worten, er muß akzeptieren, daß Religion Privatsache ist. Nichts anderes fordert Reemtsma. Die Suche nach Wahrheit geht in einer freien Diskussion natürlich weiter.

Es soll auch niemandem seine Religion weggenommen werden. Reemtsma fordert von religiösen Menschen nichts anderes, als zu akzeptieren, daß sie nicht die gesamtgesellschaftliche Deutungshoheit innehaben, weder in ontologischen noch in ethischen Fragen. Eigentlich eine liberale Selbstverständlichkeit.

Im säkularen Staat gelten Gesetze. Was die Bürger denken, glauben, meinen, hoffen, geht den Staat nichts an. Religiöse und sonstige Überzeugungen sind tatsächlich Privatsache; das ändern zu wollen kommt einer Politisierung der Religion gleich und ist ein Angriff auf die offene Gesellschaft. Will Spaemann ein Wahrheitsministerium einrichten? Im übrigen wird die Bedeutung der Religion durch ihr Verwiesensein auf den privaten Bereich nicht geschmälert. Alle wirklich wichtigen Dinge sind privat: neben der Religion auch Liebe, Freundschaft, Kunstgeschmack. Wer das nicht akzeptieren kann, liebäugelt schon mit dem Totalitarismus, wie Herbert Marcuse, der die Liebesangelegenheiten der Leute vergemeinschaften wollte.

Lustigerweise ereilte Reemtsma der Vorwurf, den Wahrheitsanspruch aufzugeben und sich in einem relativistischen Nicht-wissen-Wollen einzurichten, vor einigen Jahren bereits schon einmal. Damals allerdings nicht von konfessioneller, sondern von marxistisch-leninistischer Seite, in Person des Schriftstellers Peter Hacks. Reemtsma hatte 1993 in seiner Studie über Christoph Martin Wieland die spekulative Philosophie der Kantischen Tradition als Rückfall hinter eine aufklärerische Toleranzidee gewertet, die er in Wieland personifiziert sah. Kants Transzendentalphilosophie sei der Versuch, einen quasi-religiösen Gewißheitsanspruch wiederaufzurichten, mithin ein neues Unfehlbarkeitsdogma zu etablieren – während Wielands Verständnis von Aufklärung sich bereits bewußt gewesen sei, daß es eine zweifelsfreie Gewißheit nicht geben könne und daher geboten sei, anderer Leute Denk- und Lebensstil gelten zu lassen.

Reemtsma bezeichnet den Kantianismus als

„so lächerlichen wie gefährlichen Versuch, menschliches Denken auf unwiderlegliche Gewißheiten gründen zu wollen, anstatt von Fehlbarkeit und Ungewißheit auszugehen, und nur eines zu wissen: daß diese nie ausgeschlossen werden können.“[11]

Die Denkform „Philosophie“ schlechthin – wenn man Reemtsma einmal darin folgt, darunter den Anspruch zu verstehen, absolute Gewißheit begründen zu wollen, – könne als Versuch einer Selbsttherapie bohrender Kontingenzangst verstanden werden, der jenen Zustand allerdings höchstens verschlimmere, bis hin zum psychotischen Wahn des narzißtischen (und nazistischen) Fichte’schen Ich.

Peter Hacks hat gegen diese Darstellung heftig polemisiert, weil er mit Kant seinen geliebten Lenin getroffen sah. Und könnte, was er gegen Reemtsma schrieb, nicht ebensogut von Spaemann stammen:

„Reemtsma ist nicht nur ein Leugner alles Wissenkönnens. Er ist sogar ein Tadler alles Wissenwollens.“[12]?

Der bloße Hinweis auf die prinzipielle Hinterfragbarkeit von Erkenntnis wird von Fundamentalisten aller Couleur als Leugnung jeglicher Erkenntnismöglichkeit schlechthin gedeutet. Hacks schien hier den Positivismusstreit aus parteikommunistischer Perspektive noch einmal führen zu wollen.

In diesem Zusammenhang ist es nicht uninteressant, daß Robert Spaemann früher selbst einmal ein Linker gewesen ist und von Adornos und Horkheimers „Dialektik der Aufklärung“ begeistert war, die ihm irgendwann schließlich zu immanent und versöhnlerisch schien. (In seinem Wettern gegen den „Szientismus“ klingt der Einfluß der Kritischen Theorie noch nach.) Seinen unbedingten Transzendenzwillen sah Spaemann im Katholizismus dann aber besser befriedigt, da nur er das Abgleiten in Skeptizismus und Relativismus zu verhindern schien.

Für den Philosophen Hans Albert ist die moderne Theologie indes selbst eine Form des Relativismus, indem sie für ihren eigenen Gegenstandsbereich eine Inkommensurabilität mit anderen Gebieten des Wissens proklamiert (eine Immunisierungsstrategie gegen Einwände von Seiten der Wissenschaft) und somit dem postmodernen Kulturrelativismus näher steht, als ihr lieb sein kann.[13] Mit der ständigen Betonung der Nützlichkeit von Religion – als Generator von Ethik, Lebenssinn und Kontingenzbewältigung – instrumentalisiere sie sich sozusagen selber.

Man kommt laut Albert nicht darum herum, die Wahrheitsfrage in bezug auf die Religion zu stellen, denn die nützlichen sozialen Funktionen stehen und fallen mit dem Glauben an die Existenz bestimmter Wesenheiten und Sachverhalte. Zumindest für den naiven Gläubigen sind Trost, Sinn und die Fähigkeit zur Bewältigung der Daseinskontingenz nur dann gegeben, wenn er davon ausgehen kann, daß es den Lieben Gott tatsächlich gibt. Die religiösen Rituale sind, wie Albert in der Kritik der reinen Religion„schreibt, an „Annahmen kognitiven Charakters“ gebunden.

Naiv wollen Philosophen und Theologen natürlich nicht sein, und so geben sie die Naivitätsunterstellung an den zurück, der wissen möchte, ob die Damen und Herren denn tatsächlich an einen personalen Gott glauben. Was ist denn Gott, wenn keine Person? „Das Unbedingte“, erfährt man bei Spaemann. Wie es dieses Unbedingte anstellt, Moralität und Sinnhaftigkeit unter die Menschen zu bringen, die deren sonst entbehren müßten, darüber erfährt man von Seiten katholischer Philosophen wenig. Das könne man nicht erklären, das müsse man schon selbst erleben.[14]

Vernunftargumente für Religion

Ihren großen Auftritt hatten Moralphilosophen wie Spaemann in den bioethischen Debatten der neunziger Jahre. Oft entstand dabei der Eindruck, eine religiös begründete Hypermoral, die es so noch nie gegeben hatte, sei gerade im Entstehen. Da die Menschen in der gottlosen Gesellschaft um ihn herum offenkundig keine Barbaren waren, mußte Spaemann die moralische Latte immer höher legen und auf immer subtilere Felder ausweichen. So ging er bis zur befruchteten Eizelle zurück, der er die uneingeschränkte Menschenwürde zusprach – eine absolute Neuheit in der Menschheitsgeschichte. Wer über dieses Stöckchen nicht zu springen bereit war – wie die Philosophen Volker Gerhard und Julian Nida-Rümelin –, wurde von Spaemann schnell in ein Kontinuum mit Praktiken des Dritten Reiches gestellt.

Richard Herzinger beschrieb in seinem Buch Republik ohne Mitte“ wie diese Themen zu einer „Resakralisierung der Moraldebatten“ benutzt wurden:

„Die Debatten über Genforschung, Biotechnologie und Sterbehilfe sind gegenwärtig die zentralen Kampffelder, auf denen die Reinstallierung eines substantialistischen Moralbegriffs durchgesetzt werden soll. […] Es ist selbstverständlich legitim, sich bei seiner Entscheidung darüber von den Geboten seines Glaubens leiten zu lassen. Nur kann eine solche Position nicht mit dem Hinweis auf diese Glaubensposition absolut setzen, sondern muß sich in der Auseinandersetzung mit anderen Antworten in der Arena des öffentlichen Diskurses argumentativ bewähren.“[15]

Der Verweis auf religiöse Inspiration ist selbst noch kein Argument; die Debatte darf nicht einfach mit dem Hinweis auf religiöse Letztbegründung beendet werden. Spaemann, der dies wohl ahnt, versucht denn auch, den Gottesbezug vernünftig zu begründen, anders als manche Vertreter der evangelischen Theologie, die Religiosität und Vernunft als getrennte Sphären anerkennen. Wer sich auf logische und vernünftige Argumentation einläßt, kommt indes nicht umhin, deren Regeln dann auch zu akzeptieren. Wenn Spaemann versucht, mithilfe logischer Argumente zu erklären, warum es vernünftig ist, an Gott zu glauben, dann schießt er ein Eigentor. Hat er Herbert Schnädelbach seinerzeit noch dessen angebliche Zirkelschlüsse vorgeworfen, argumentiert er heute selbst eingestandenermaßen mit solchen und ist stolz darauf.

Spaemanns Gottesbeweis geht so:

„Nur wenn Gott ist, gibt es etwas anderes als subjektive Weltbilder, so etwas wie ‚Dinge an sich’, von denen ja noch Kant gesprochen hatte. Es sind die Dinge, wie Gott sie sieht. Wenn es den Blick Gottes nicht gibt, gibt es keine Wahrheit jenseits unserer subjektiven Perspektiven. […] Wir müssen ein Bewußtsein denken, in dem alles, was geschieht, aufgehoben ist, ein absolutes Bewußtsein.“[16]

Hier wird der Bischof Berkeley durch die Hintertür wieder hereingeführt. Entweder gibt es objektive Wahrheit, oder es gibt sie nicht. Wenn sie aber objektiv ist, also beobachterunabhängig, dann ist sie von jedem Beobachter unabhängig, mithin auch von Gott. Spaemanns Gottesbeweise setzen die Annahme der Existenz Gottes bereits voraus. Das weiß Spaemann und sagt es auch. Er will die Existenz Gottes, die er argumentativ zu beweisen vorgibt, immer schon zugestanden wissen, da er sich ohne dieses Zugeständnis die Beweisführung gleich sparen könne:

„Einen Beweis, der bei den Adressaten nichts als bereits zugestanden voraussetzt, gibt es nicht, auch nicht in der Mathematik.“[17]

Einen Beweis, der das zu Beweisende als zugestanden voraussetzt, gibt es allerdings auch in der Mathematik nicht.

Spaemann dreht die Begründungspflicht einfach um:

„Angesichts der überwältigenden Allgemeinheit und Dauer des Gerüchts von Gott trägt derjenige die Begründungspflicht, der dieses Gerücht als irreführend abtut. Vor allem aber: Wenn wir Spuren eines Wesens suchen, dann ist immer derjenige wichtiger, der eine Spur gefunden hat, als der, der keine gefunden hat. Die Tatsache, daß jemand nie einen weißen Raben gesehen hat, beweist nichts gegenüber dem, der einen gefunden hat.“[18]

In einem solchen Falle sollte der glückliche Finder diesen weißen Raben dann aber auch vorzeigen und sich nicht auf die Behauptung zu beschränken, er habe ihn daheim im Kämmerlein, das müsse man ihm schon zugestehen, wer’s nicht glaube, sei ein Wicht, und überhaupt wäre das Leben schrecklich, wenn es keine weißen Raben gäbe. Daß die Nichtexistenz von etwas nicht bewiesen werden kann, beweist noch lange nicht dessen Existenz.

(Gerüchte gibt es im übrigen eine ganze Menge. Was ist zum Beispiel mit dem „Gerücht über die Juden“ (Adorno)? Ist, wer es verbreitet, ebenfalls so lange im Recht, bis jemand die hieb- und stichfeste Widerlegung liefert (die dann doch nicht geglaubt wird, weil derjenige, der diesem Gerücht anhängt, ihm anhängen will)? Es gab und gibt außerdem noch Gerüchte über Hexen, Geheimagenten, gestohlene Nieren, Amerika, die Börse und das Sexualleben der Nachbarn. Die sollen alle so lange als wahr gelten, bis der Zweifler seiner Begründungspflicht nachkommt?)

Aber sind solche Debatten nicht längst geschlagene Schlachten? Genau darauf berufen sich Autoren wie Spaemann: Religionskritik sei doch längst nicht mehr zeitgemäß, Aufklärungspathos sei heute obsolet, geradezu peinlich, da die Religion heute über keine reale Macht mehr verfüge. Danach allerdings gehen sie zur Tagesordnung über und reden munter genauso weiter wie seit Jahrhunderten, so als hätte es Religionskritik nie gegeben. Es stimmt: Die meisten Menschen in Westeuropa richtet sich in Fragen der Lebensgestaltung nicht nach kirchlichen Direktiven, insofern leben wir tatsächlich in einer de facto areligiösen Gesellschaft. Mag sein, daß dies auch negative Konsequenzen hat. Das läßt sich aber kaum diskutieren, indem dem Diskutanten von vornherein ein intellektueller Offenbarungseid abverlangt wird.

Respekt

Nun ist das Religiöse, wie das Sexuelle, ein heikles Thema. Leicht werden hier Kränkungen empfunden und prallen Idiosynkrasien aufeinander, weil Überzeugung und Persönlichkeit wie kaum sonst miteinander verwoben sind. Spaemann ist sicher nicht repräsentativ für „die Gläubigen“ – von diesen derart pauschal zu sprechen, ist der Hauptvorwurf, den man Reemtsma machen kann[19]. Reemtsma hat jedoch gar nichts gegen religiöse Individuen und schreibt explizit, daß er ihr Recht zu glauben verteidigt. Er wendet sich nur dagegen, daß Religion etwas sei, dem per se ein besonderer Respekt gebühre – daß also der Glaubensinhalt respektiert werden müsse, nicht das Recht des Individuums auf freie Religionsausübung. In einer Zeit, da eine Religion wie der Islam brachial Respekt einfordert und auf Kritik auch mit Todesdrohungen reagiert, ist das kein irrelevanter Einwand.

Es ist kein gutes Zeichen, wenn als eine der Reaktionen auf die islamistische Bedrohung die fundamentalistischen Wurzeln des Abendlandes beschworen werden. Die westlichen Gesellschaften haben andere Kraftquellen, sich der terroristischen Bedrohung zu erwehren. Die Traditionen der Menschenrechte und der individuellen Freiheit reichen aus. Wenn sie nicht genutzt werden, dann deswegen, weil weite Teile der westlichen Bevölkerungen ihrer müde geworden sind und zu ihrer Verteidigung keine Kraft mehr aufbringen.


[1] Le Monde diplomatique Nr. 7740, 12.8.2005

[2] Robert Spaemann: Wenn wir nicht mehr glauben, DIE WELT, 27.8.2005

[3] Robert Spaemann: Grenzen. Zur ethischen Dimension des Handelns, Stuttgart 2001

[4] Robert Spaemann: Der Gottesbeweis, DIE WELT, 26.3.05

[5] Robert Spaemann: Der Gottesbeweis, DIE WELT, 26.3.05

[6] Herbert Schnädelbach: Der Fluch des Christentums, DIE ZEIT, 20/2000

[7] Robert Spaemann: Die Taube auf dem Dach, DIE ZEIT, 23/2000

[8] CHRISMON 1/2001

[9] DIE WELT, 27.8.05

[10] DIE ZEIT, 23/2000

[11] Jan Philip Reemtsma: Das Buch vom Ich. Christoph Martin Wielands „Aristipp und einige seiner Zeitgenossen“, München 2000, S. 134

[12] Peter Hacks: Werke, 13. Bd., S. 516. Über Reemtsma weiß Hacks auch Folgendes: „Er hat selber einen kleinen Popper im Knauf seines Spazierstocks.“ (S. 515)

[13] Hans Albert: Zur Kritik der reinen Religion, in: ders.: Hans Albert Lesebuch, Tübingen 2001, S. 336-359

[14] Spaemann, der so großen Wert auf die subjektive Evidenz seiner Gotteserfahrung legt, ist nicht bereit, die subjektive Erfahrung der Gottesabwesenheit zu würdigen, wie Jan Philipp Reemtsma sie kurz nach dem Ende seiner mehrwöchigen Entführung artikuliert hat: „Ich habe Briefe bekommen, die diese religiöse Dimension anmahnten. Ich habe sie als eine unglaubliche Zumutung empfunden! Abgesehen davon, dass ich keine Adresse habe, an die ich irgendeinen Dank richten könnte: Hätte ich sie, wäre es dieselbe Adresse, bei der ich mich zu beschweren hätte. Ich bin nicht religiös, und da hab ich’s gemerkt.“ (DIE ZEIT, 05/2001) Man kann solche Gedanken natürlich einfach als die eines „sehr kümmerlichen Menschen“ abtun.

[15] Richard Herzinger: Republik ohne Mitte. Ein politischer Essay, Berlin 2001, S. 145 ff.

[16] Robert Spaemann: Der Gottesbeweis, DIE WELT, 26.3.05

[17] Robert Spaemann: Der Gottesbeweis, DIE WELT, 26.3.05

[18] Robert Spaemann: Der Gottesbeweis, DIE WELT, 26.3.05

[19] Ein weiterer wäre der Hinweis darauf, daß eine säkulare Gesellschaft nicht unbedingt vonnöten ist, solange es einen säkularen Staat gibt. Letzterer wird von den meisten Christen heute ja unterstützt. Ob es den säkularen Staat allerdings gäbe, wäre der Wahrheitsanspruch der Religion nie in Frage gestellt worden, darf mit Fug bezweifelt werden.

§ 7 Antworten auf Respekt!

  • […] über die Einführung des Wahlpflichtfachs Religion setzt sich der Journalist Ingo Way in einem Essay mit Wahrheitsansprüchen auseinander. Er kritisiert darin das christliche Selbstverständnis, […]

  • M. Möhling sagt:

    Ein schöner Überblick. Zwei Punkte:

    > Spaemann: Religionskritik sei doch längst nicht mehr
    > zeitgemäß, Aufklärungspathos sei heute obsolet, geradezu
    > peinlich, da die Religion heute über keine reale Macht
    > mehr verfüge.

    Erinnert an den Vorwurf der Poststrukturalisten, jegliche Kritik oder auch nur Interpretation des Mächtigen, d.h. des Westen, der Position des Schwachen, d.h. des postkolonialen Subalternen, sei der illegitime -weil Realität im Moment der Beschreibung schaffende- Versuch der Um- und Einschreibung einer autonomen Existenz, die nur sich selbst definieren dürfe – Kritik sei Herrschaftsdiskurs von vornherein. Die Anwendung einer quasiphysikalischen Unschärferelation auf die Diskurstheorie ist typisch verblasenes Eigengewächs des Poststrukturalismus – über Machtfragen Diskurse zu delegitimieren, ist dagegen bei allen Regressiven populär. Wo Fundamentalisten früher Macht nutzten, um Kritik zu ersticken, pochen sie jetzt auf Machtlosigkeit, um sich vor ihr zu schützen.

    > Reemtsma hat jedoch gar nichts gegen religiöse Individuen
    > und schreibt explizit, daß er ihr Recht zu glauben
    > verteidigt. Er wendet sich nur dagegen, daß Religion etwas
    > sei, dem per se ein besonderer Respekt gebühre

    Dass eine Weltsicht nicht respektabler wird, wenn spirituell und nicht rational begründet, sollte säkularen Gesellschaften selbstverständlich sein. Dass Reemtsma sich mit solchen Banalitäten herumschlagen muss, ist bedenklich, zur Verdeutlichung wird die Abschaffung der Blasphemieparagraphen immer dringender. The US Supreme Court in Joseph Burstyn, Inc v. Wilson, 343 U.S. 495, 1952, „It is not the business of government in our nation to suppress real or imagined attacks upon a particular religious doctrine, whether they appear in publications, speeches or motion pictures.“ [1]

  • Markus F. sagt:

    „Die Initiative “Pro Reli”, die sich für verpflichtenden Religionsunterricht an Berliner Schulen eingesetzt hat“

    Schönes, Gutes und Wahres. Das wäre heutzutage schön.

    „Berlin hat sich mehrheitlich gegen die Wahlfreiheit zwischen Religions- und Ethikunterricht entschieden“
    (http://www.zeit.de/online/2009/18/volksentscheid-pro-reli-berlin-gescheitert)

    Es ging nicht um verpflichtenden Religionsunterricht sondern umd die Wahlfreiheit zwischen Ethik und Religion.

    Warum klappt es heute einfach nicht mit der Wahrheit
    oder verlässlicher Information? Liegt es am Internet, dass nach 1-2 mal abschreiben aus einem Pferd meist eine Kuh wird?

  • Ingo Way sagt:

    Es ging „Pro Reli“ um die Einführung von Religion als Pflichtfach. Wozu die Augenwischerei?

  • Markus F. sagt:

    „Es ging “Pro Reli” um die Einführung von Religion als Pflichtfach. Wozu die Augenwischerei?“

    Nein, eben nicht, da verstehen Sie etwas falsch.
    Es ging um die demokratische Wahlfreiheit, ob ein Schüler lieber Ethik oder Religion als (Wahl)- Pflichtfach möchte. Nicht um „verpflichtenden“ Religionsunterricht für alle.

    Indem Ethik jetzt verpflichtend wurde ohne Wahlfreiheit wurde wieder ein Stück demokratische Wahlfreiheit beschnitten. Lesen Sie es doch bitte noch mal nach… Hier geht es nicht um den Kampf Fundamentalismus/Säkular sondern um freie Selbstbestimmung/Beschneidung der Freiheit von oben.
    Können oder wollen Sie nicht verstehen?

  • Markus F. sagt:

    Noch mal zum mitlesen:

    „Berlin hat sich mehrheitlich gegen die Wahlfreiheit zwischen Religions- und Ethikunterricht entschieden.“

    WAHLFREIHEIT! Verstehen Sie jetzt???

  • […] Muss man Religiosität respektieren? von Jan Philipp Reemtsma (via) […]

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