Bloß kein Durchschnitt

6. April 2008 § 2 Kommentare

Bas Kast räumt im Tagesspiegel mit dem Mythos auf, der geringe Anteil von Frauen in Führungspositionen beruhe auf Diskriminierung:

Männer sind sowohl dümmer als auch schlauer als Frauen. Frauen dagegen „bewegen sich eher um den Durchschnitt“, wie es die britische Psychologin Helena Cronin von der London School of Economics formuliert – und das, meint die Expertin, könnte auch Licht auf die Frage werfen, weshalb Frauen bis heute so selten in den Spitzenpositionen der Gesellschaft anzutreffen sind. Denn natürlich sind auch Spitzenpositionen Extreme.

Lange Zeit hat man diesen Erklärungsansatz totgeschwiegen, nicht zuletzt aus politischer Korrektheit. Doch gibt es inzwischen so viele Hinweise, die für die „Extremhypothese“ sprechen, dass mehr und mehr Psychologen – oft Psychologinnen – sich hervorwagen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

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Hirnforscherin mit Hirn

16. November 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Unbedingt lesen! Die Weltwoche hat ein Interview mit der britischen Hirnforscherin Susan Greenfield geführt. Hier einige Auszüge:

Baroness Professor Susan Greenfield … hat die besondere Rolle entdeckt, die das Enzym Acetylcholinesterase (AChE) bei der Zerstörung von Zellen spielt. Dies gilt als wichtiger Ansatz zur Bekämpfung von Hirnkrankheiten wie Alzheimer oder Parkinson. Seit Greenfield 1994 als erste Frau die Weihnachtsvorlesung der Royal Institution hielt, sie präsentierte eine Rundreise durchs menschliche Hirn, die BBC live übertrug, kennt man sie auch auf der Strasse. 1998 übernahm sie die Direktion dieser Wissenschaftsvereinigung. Heute ist die 57-Jährige Professorin für Physiologie in Oxford, wo sie sich mit den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Technik und deren Einflüssen aufs Hirn beschäftigt. Ausserdem ist sie Mitglied des House of Lords, hat vier Biotech-Start-ups gegründet und neun populärwissenschaftliche Bestseller geschrieben. Ihr neustes Buch heisst «Tomorrow’s People. How 21st-Century Technology Is Changing the Way We Think and Feel». Sie wird nächsten Montag die Europäische Futuristenkonferenz in Luzern mit einem Vortrag eröffnen.

Sind wir tot, wenn unser Hirn tot ist?
Natürlich. … Unser Hirn, also unser Bewusstsein, und wir sind so eng miteinander verbunden, ich sehe nicht, dass das eine ohne das andere sein könnte.

Sie kommen aus der Arbeiterklasse und sind heute Baroness.

Für mich war das immer alles sehr logisch, sehr folgerichtig. Mich interessieren die Fragen: Was ist ein Individuum, was ist der Verstand, was ist Bewusstsein? Das sind die Fragen der alten Griechen. Und ich gab mich nie mit einem Nein als Antwort zufrieden. In diesem Sinn ist mein Leben in sich schlüssig, für andere mag das nicht so aussehen. Aber was soll’s? Wenn jemand, der ehrlich, offen und neugierig ist, schon als komisch gilt, ist das nicht mein Problem, sondern ein trauriges Zeugnis für unsere Gesellschaft.

Gibt es so etwas wie ein weibliches Hirn?
Das ist die strittige Frage. Ja, es gibt Unterschiede, aber die individuellen Unterschiede sind doch grösser. Würde man unsere beiden Hirne jetzt rausnehmen, keiner könnte sagen, welches das weibliche, welches das männliche ist. Hätte man aber hundert weibliche, hundert männliche Hirne, man sähe den Unterschied. Nicht nur die physischen Strukturen, sondern auch die chemische Zusammensetzung ist unterschiedlich, der Testosterongehalt. Männer und Frauen lernen anders.
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