Zum Vatertag

17. Mai 2007 § 2 Kommentare

Emanzipation der Väter. Ein Interview mit dem Berliner Politologen und Männerforscher Peter Döge:

Döge: (…) ich finde es auch wichtig, dass Väter ihre Interessen beim Vater-Sein nicht vergessen. Wenn man der Frage nachgeht, warum bleiben Männer kinderlos, es sind ja nicht nur Frauen kinderlos, sondern auch Männer. Da führen Männer viel stärker als Frauen an, dass sie befürchten ihre Interessen nicht mehr verfolgen zu können. Und von daher ist es schon auch wichtig, dass Männer, die Väter sind, sich auch diese Auszeit nehmen und sagen, ich möchte auch mal was für mich machen. Dasselbe Recht sollten sich auch Frauen nehmen. Es gibt ja auch die Empfehlungen, dass eine Partnerschaft, die eine Elternschaft wird, sich auch ganz bewusst diese Auszeiten vom Kind nimmt, damit auch diese Partnerschaft lebendig bleibt.

Heise: Ich würde jetzt gern mal auf diese Zeiteinheiten zu sprechen kommen. Sie haben nämlich vor einigen Jahren mal eine Studie zum Zeitbudget von Männern mitgemacht, vorgelegt. Darin heißt es, Männer, die Väter von Kindern zwischen 0 und 3 Jahren sind, widmen sich täglich 4 Stunden dem Haushalt und den Kindern. Das erscheint mir eine wahnsinnig hohe Zahl zu sein. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

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Das Muß des Monats

14. Mai 2007 § Ein Kommentar

WELT-online:

Der (EU-)Kommissar für Soziales, Vladimir Spidla, hat Europas Unternehmen und Männer zum Umdenken aufgefordert. „Man muss ganz klar sagen: Die Männer müssen mehr Aufgaben in der Familie übernehmen.“

Ähm, wieso glaubt eigentlich irgend so ein EU-Kommissar, es stünde ihm an, den Bürgern vorzuschreiben, wie sie ihr Privatleben gestalten „müssen“? Und vor allem: Wieso kann er das unwidersprochen tun? Wieso lacht keiner??

Keine ausgleichende Gender-Ungerechtigkeit!

13. April 2007 § Ein Kommentar

Katharina Rutschky:

Es wäre falsch, Kinderbetreuung und Familienarbeit, deren sich Frauen bis in die jüngste Zeit nicht entziehen konnten, nun, quasi aus Rachsucht, auch noch Männern aufzutragen. Sollen die Männer auch mal Scheiße schippen, denkt die Feministin – dass den Kindern aber mit unwilligen Vätern so wenig gedient ist wie seinerzeit mit Frauen, die zu Müttern versklavt wurden, gibt die Kinderpsychologin zu bedenken. Wenn Väter acht Wochen lang ihr Baby pflegen, wie es das Elterngeld vorsieht, so lernen sie da gewiss eine Menge, und ihre Sicht aufs Leben, nicht zuletzt die Frauen- und Familienpolitik, wird sich zum Klugen verändern. Andererseits haben die allermeisten Männer jede Weisheit, jede Einsicht, jede Erfahrung, die die Kinderpflege mit sich bringt, nach acht Wochen genauso intus wie die Frauen, die sich mangels Krippenplätzen und anderer Umstände ihren Kleinkindern so viel länger zur Verfügung gestellt haben. Man sollte jetzt Männer nicht zu etwas zwingen, von dem der Feminismus die Frauen befreit hat.

Aus eben diesem Grund ist Rutschky übrigens für Krippen. Der ganze lesenswerte Text mit weiteren guten Gründen steht hier.

Technokratischer Vorwurfsdiskurs

20. März 2007 § 3 Kommentare

Angemessen kritisch bespricht Mariam Lau in der WELT das neue Buch von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, „Wir müssen das Land für die Frauen verändern“:

Es ist auch davon die Rede, wie Heiko von der Leyen, der Ehemann der Ministerin, damit zu kämpfen hatte, dass sie plötzlich den „gewichtigeren“ Job von beiden bekleidete: „Keine Ehe ist konfliktfrei“, so die Ministerin, „und es ist für meinen Mann und mich ein erst sehr schwieriger und dann sehr bereichernder Lernprozeß gewesen.“ … Man sei als Paar an dieser Sache gewachsen, erklärt Ursula von der Leyen. „Die Liebe wird vielleicht nicht größer, aber tiefer.“ « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Zum Frauentag …

8. März 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

… hört man derzeit allüberall die wohlbekannten Klagen: Frauen werden im Berufsleben diskriminiert, haben weniger Karrierechancen, erhalten für die gleiche Arbeit weniger Lohn usw. usf.

Kaum einer recherchiert mal gegen, ob diese Behauptungen denn überhaupt stimmen. Ein paar Unermüdliche haben es doch gemacht und sind zu (je nach Vorkenntnissen: überraschenden) Ergebnissen gekommen.

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Update: Eine Studie kommt nun, laut einer epd-Pressemeldung, allerdings zu dem Ergebnis, daß Frauen immer noch benachteiligt werden. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wer sich nicht wehrt, landet am Herd

15. Januar 2007 § 5 Kommentare

Neulich war’s Renate Künast, die Männer umerziehen wollte. (Sie fände es „schön, wenn wir in Zukunft ein Bundeskabinett hätten, in dem die Männer sagen: Damals habe ich zwölf Monate Erziehungsgeld bezogen, dann war ich zwei Jahre auf Teilzeit. Die Zeit mit den Kindern möchte ich nicht missen.“) Jetzt ist mal wieder Übermutti Ursula von der Leyen dran. Laut WELT vom 15.1. „beklagte“ von der Leyen,

dass es hierzulande einen Mangel an modernen Männern gebe. … „Zu viele Männer haben Schwierigkeiten, Qualitäten wie Fürsorge und Verantwortung selbstbewusst zu leben.“

Schön, daß uns Frau von der Leyen ihre persönlichen Präferenzen mitteilt.* Aber was hat das mit Politik zu tun? Was geht es sie eigentlich an, was die männlichen Bürger dieses Landes „selbstbewußt leben“ oder auch nicht und wie modern sie sein wollen? Konservative sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher hatten sie noch einen Begriff vom Privatleben, in das der Staat nicht eingreifen soll. Jetzt will auch eine CDU-Ministerin den Neuen Menschen schaffen, bzw. den Neuen Mann, denn die Frau ist schon okay, so wie sie ist. Hier soll Männern wie sauer Bier etwas schmackhaft gemacht werden, das die Frauen längst nicht mehr haben wollen. Denn daß das Leben nicht nur aus „Fürsorge und Verantwortung“ für Kinder und Alte besteht, hat sich bei Männern und Frauen inzwischen herumgesprochen. Abgesehen davon, daß in Familien mit traditioneller Arbeitsteilung – die ja ohnehin auf dem Rückzug sind – der Vater der Verantwortung für seine Kinder gerade dadurch nachkommt, daß er ihnen durch Erfolg im Beruf einen bestimmten Lebensstandard und eine brauchbare Ausbildung sichert – und dadurch nun einmal seltener physisch im Kinderzimmer präsent ist. Selbstverständlich können Frauen dies genauso gut leisten. Aber mindestens einer muß nun mal die Kohle ranschaffen. Und sollte sich dafür nicht auch noch vorhalten lassen, er lasse es an Verantwortung mangeln. Sollen Männer jetzt an den Herd, von dem sich die Frauen erfolgreich emanzipiert haben? Wenn man Männer nun unbedingt in die Hausmännerrolle drängen will – auf diese gouvernantenhafte Art wird es sicher nicht funktionieren.

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*Ich beklage übrigens einen Mangel an Frauen, die sich für liberale Stammtische interessieren. Hier ist die Politik dringend gefordert, Abhilfe zu schaffen. Eine entsprechende EU-Richtlinie tut not.

Helden der Demographie

18. September 2006 § 5 Kommentare

Heute im Tagesspiegel: Warum Norbert Bolz mit seinem Plädoyer für die klassische Familie unrecht hat. Aber anders, als Sie denken.

Wo bin ich?

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