Rainer Hank: Der Wohlfahrtsstaat untergräbt die Freiheit

28. Februar 2008 § 2 Kommentare

Rainer Hank schreibt in der Märzausgabe des MERKUR in seinem brillanten Essay „Die Entmündigung. Wie der Staat seine Bürger korrumpiert“ über Krippenbetreuung und mangelnde Zahlungsbereitschaft von Eltern, Daseinsvorsorge als moderne Form der Planwirtschaft, intransparente Steuerpolitik, das Anachronistische des Wohlfahrtsstaates, totalitäre Zwangsbeglückung und den Frühlibertären Wilhelm von Humboldt. Einige Auszüge:

Die Beantwortung der Frage, wie viel Wurst, Käse und Windeln eine Kleinfamilie wöchentlich braucht, würden die Bürger nur ungern Ursula von der Leyen überlassen. Bei den einfachen Gütern des täglichen Bedarfs verlassen sie sich lieber auf den Markt. Bei der Nachfrage nach der Dienstleistung Kinderbetreuung indessen begeben sie sich ohne Murren in die Hände staatlicher Krippenplaner. …

Daseinsvorsorge ist ein anderes Wort für staatliche Planwirtschaft, es klingt nur besser. Tatsächlich wird bei den Krippen der Marktmechanismus suspendiert. … Handelt es sich wirklich um ein Marktversagen, welches den Staat dazu nötigt, in die Bresche zu springen? « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Technokratischer Vorwurfsdiskurs

20. März 2007 § 3 Kommentare

Angemessen kritisch bespricht Mariam Lau in der WELT das neue Buch von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, „Wir müssen das Land für die Frauen verändern“:

Es ist auch davon die Rede, wie Heiko von der Leyen, der Ehemann der Ministerin, damit zu kämpfen hatte, dass sie plötzlich den „gewichtigeren“ Job von beiden bekleidete: „Keine Ehe ist konfliktfrei“, so die Ministerin, „und es ist für meinen Mann und mich ein erst sehr schwieriger und dann sehr bereichernder Lernprozeß gewesen.“ … Man sei als Paar an dieser Sache gewachsen, erklärt Ursula von der Leyen. „Die Liebe wird vielleicht nicht größer, aber tiefer.“ « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wer sich nicht wehrt, landet am Herd

15. Januar 2007 § 5 Kommentare

Neulich war’s Renate Künast, die Männer umerziehen wollte. (Sie fände es „schön, wenn wir in Zukunft ein Bundeskabinett hätten, in dem die Männer sagen: Damals habe ich zwölf Monate Erziehungsgeld bezogen, dann war ich zwei Jahre auf Teilzeit. Die Zeit mit den Kindern möchte ich nicht missen.“) Jetzt ist mal wieder Übermutti Ursula von der Leyen dran. Laut WELT vom 15.1. „beklagte“ von der Leyen,

dass es hierzulande einen Mangel an modernen Männern gebe. … „Zu viele Männer haben Schwierigkeiten, Qualitäten wie Fürsorge und Verantwortung selbstbewusst zu leben.“

Schön, daß uns Frau von der Leyen ihre persönlichen Präferenzen mitteilt.* Aber was hat das mit Politik zu tun? Was geht es sie eigentlich an, was die männlichen Bürger dieses Landes „selbstbewußt leben“ oder auch nicht und wie modern sie sein wollen? Konservative sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher hatten sie noch einen Begriff vom Privatleben, in das der Staat nicht eingreifen soll. Jetzt will auch eine CDU-Ministerin den Neuen Menschen schaffen, bzw. den Neuen Mann, denn die Frau ist schon okay, so wie sie ist. Hier soll Männern wie sauer Bier etwas schmackhaft gemacht werden, das die Frauen längst nicht mehr haben wollen. Denn daß das Leben nicht nur aus „Fürsorge und Verantwortung“ für Kinder und Alte besteht, hat sich bei Männern und Frauen inzwischen herumgesprochen. Abgesehen davon, daß in Familien mit traditioneller Arbeitsteilung – die ja ohnehin auf dem Rückzug sind – der Vater der Verantwortung für seine Kinder gerade dadurch nachkommt, daß er ihnen durch Erfolg im Beruf einen bestimmten Lebensstandard und eine brauchbare Ausbildung sichert – und dadurch nun einmal seltener physisch im Kinderzimmer präsent ist. Selbstverständlich können Frauen dies genauso gut leisten. Aber mindestens einer muß nun mal die Kohle ranschaffen. Und sollte sich dafür nicht auch noch vorhalten lassen, er lasse es an Verantwortung mangeln. Sollen Männer jetzt an den Herd, von dem sich die Frauen erfolgreich emanzipiert haben? Wenn man Männer nun unbedingt in die Hausmännerrolle drängen will – auf diese gouvernantenhafte Art wird es sicher nicht funktionieren.

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*Ich beklage übrigens einen Mangel an Frauen, die sich für liberale Stammtische interessieren. Hier ist die Politik dringend gefordert, Abhilfe zu schaffen. Eine entsprechende EU-Richtlinie tut not.

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