Der böse Levi und der gute Eppstein

25. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Abenteuerschriftsteller und sein kompliziertes Verhältnis zu den Juden. Mein Beitrag zum Karl-May-Jahr

»Empor ins Reich der Edelmenschen« war ein Vortrag betitelt, den Karl May acht Tage vor seinem Tod am 30. März 1912 im Wiener Sophiensaal hielt. Unter den Zuhörern, so will es jedenfalls die Anekdote, befanden sich die Pazifistin Bertha von Suttner sowie ein verkrachter 23-jähriger Postkartenmaler namens Adolf Hitler. Der war bekanntlich ein Fan des Erfinders von Winnetou und Hadschi Halef Omar, und der Karl-May-Verlag erlebte in den Jahren zwischen 1933 und 1945 seine kommerziell erfolgreichste Zeit. Hat sich Hitler etwa in seiner antisemitischen Weltsicht von dem Abenteuerschriftsteller inspirieren lassen? Klingt nicht »Edelmensch« fast wie der »arische Übermensch«, der sich anschickte, die Juden auszurotten und Europa in Schutt und Asche zu legen?
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Norman und Adolf

12. November 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Zum Tode des Schriftstellers Norman Mailer hier vorab meine Rezension seines letzten Buches Das Schloß im Wald, die am Donnerstag in der Literaturbeilage der Jüdischen Allgemeinen erscheint:

Die Pointe vorweg: Adolf Hitler hat seine Verbrechen begangen, weil er vom Teufel besessen war. Dies zu verraten ist kein unzulässiger Vorgriff, da es der Leser des jüngsten Romans von Norman Mailer ebenfalls gleich zu Anfang erfährt. Der Erzähler von Das Schloß im Wald ist ein SS-Mann namens Dieter, der zu einer Elitetruppe um Heinrich Himmler gehört und sich als Assistent des Satans – vom Erzähler „Maestro“ genannt – entpuppt. Mailers Himmler ist überzeugt, daß Inzest besonders starke und leistungsfähige Individuen hervorbringt, und will beweisen, daß auch sein heißgeliebter Führer Produkt einer solchen Blutschande ist. SS-Mann Dieter wird beauftragt, genau das herauszufinden. Was Himmler nicht ahnt: Dieter weiß längst, daß es sich so verhält, hat er doch den jungen Adolf von dessen Zeugung an begleitet.

Der Maestro hat Großes vor mit dem kleinen Adi, wie er von seinen Eltern und dem Erzähler beständig genannt wird. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

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