Das Wort zum Karfreitag

6. April 2012 § Ein Kommentar

„Es ist oft schwierig, mit einem Menschen umzugehen, der viel oder nur noch meckert“, sagte die Pflegeexpertin Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe vor einiger Zeit der dpa. Da ging es um das Phänomen, dass zahlreiche Senioren aufgrund altersbedingter Veränderungen im Gehirn immer unausstehlicher werden. Man müsse ihnen dann umso sanfter und verständnisvoller begegnen, riet die Expertin.

Eben dieses hat Moderator Tom Buhrow versucht, als er in der gestrigen Ausgabe der ARD-Tagesthemen den 85-jährigen Günter „Literaturnobelpreisträger“ Grass zu dessen zum Gedicht umdeklarierten Anti-Israel-Pamphlet „Was gesagt werden muss“ interviewte. Zuvor hatte Grass über sein „Sekretariat“ mitteilen lassen, dass er in den Tagesthemen Fragen zu seinem Gedicht beantworten werde. Auch Mitarbeiter des ZDF-Kulturmagazins aspekte werde er „empfangen“, wie es huldvoll hieß.

Um 23 Uhr, nach der Quizsendung „Schlau wie die Tagesschau“, war es dann so weit. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

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„Wir werden nicht Selbstmord begehen.“ Ein Interview mit Danny Yatom

11. Juli 2011 § Ein Kommentar

In einem Hotel am Potsdamer Platz treffe ich den Ex-Mossadchef Danny Yatom. Er ist in Berlin, um die „Israelische Friedensinitiative“ (IPI) vorzustellen, deren Mitgründer er ist. Zweierlei verblüfft mich im Gespräch mit dem Veteranen der Arbeitspartei: wie stark er an den palästinensischen Friedenswillen glaubt und wie leichtfertig er Vorschläge macht – und das Ausland darum bittet, diesen durch Druck auf die israelische Regierung Nachdruck zu verleihen -, die ganz klar am demokratisch geäußerten Willen der israelischen Bevölkerung vorbeigehen, etwa was die Teilung Jerusalems betrifft. IPI hat in Deutschland erwartungsgemäß viele Anhänger gefunden, unter anderem die grüne Heinrich-Böll-Stiftung. Doch im Gespräch wird ebenfalls klar, dass Danny Yatom kein naiver Pazifist ist und sehr genau weiß, dass die eigentlichen Friedenshindernisse im Nahen Osten nicht Netanjahu und Lieberman heißen, sondern Hamas und Iran.

Herr Yatom, Sie sind einer der Mitgründer der israelischen Friedensinitiative IPI. Was wollen Sie erreichen?
Danny Yatom: Diese Initiative und die arabische Friedensinitiative von 2002 schaffen eine solide Grundlage, um die Friedensgespräche wieder aufzunehmen. Wir erklären, dass wir die arabische Friedensinitiative akzeptieren, aber wir fügen unsere eigene Position hinzu.

Was ist der Unterschied zur arabischen Initiative, was haben Sie selbst hinzugefügt?
Was wir völlig zurückweisen, ist das Rückkehrrecht für die Nachfahren der palästinensischen Flüchtlinge. Die können in einen palästinensischen Staat zurückkehren, aber nicht nach Israel. Dann das Thema Grenzverlauf. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Über eine Steinigung im Iran

12. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani droht die Todesstrafe. Durch Steinigung. Wegen angeblichen „Ehebruchs“. Zwar ist die Vollstreckung einstweilen ausgesetzt, aufgehoben ist das Todesurteil damit aber noch lange nicht.

Man liest das Wort „Steinigung“, man weiß, daß es sich um eine barbarische, grausame Art der Bestrafung handelt, aber was heißt in diesem Zusammenhang schon „wissen“?

Mely Kiyak hat in ihrer Kolumne für die Berliner Zeitung am letzten Samstag eine solche Steinigungsprozedur beschrieben – aus der Ich-Perspektive. Ein beklemmender, außergewöhnlicher, ein ganz starker Text, der mich nicht mehr losgelassen und mich bis in meine Träume verfolgt hat:

Ich stelle es mir vor: Ich stehe vor einem iranischen Gericht. Ich werde nicht angehört. Der Richter spricht das Urteil. … « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wieder ein „Übersetzungsfehler“ (Walt/Mearsheimer)?

30. November 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Wahied Wahdat-Hagh: Nach der Annapolis-Konferenz bekräftigt Ahmadinedschad seine Drohungen gegen Israel.

Wo bin ich?

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