Wie Dhimmis einmal im vorauseilenden Gehorsam vor fast dreißig Jahren sogar das Schweizerkreuz abschafften

4. Juni 2008 § 3 Kommentare

Die Abendlandretter von Politically Incorrect haben einen neuen Fall feigen Dhimmitums aufgedeckt! Jetzt schafft die Schweiz ihr Schweizerkreuz ab! Zumindest im Fußball. Oder doch nicht? PI schreibt:

Die Schweiz ist bekanntlich neben Österreich Gastgeber der Fußball-EM, die am Samstag in Basel angepfiffen wird. Eine Gelegenheit, Flagge zu zeigen – könnte man meinen. Doch weit gefehlt. Statt wie sonst üblich in den Landesfarben mit weißem Kreuz auf rotem Grund, werden die Schweizer Nationalspieler in ihrem Heimatland mit politisch korrektem Trikot ohne Kreuz, lediglich mit winzigem Verbandslogo versehen, auflaufen. Eine “grafische” Entscheidung, so die Verantwortlichen des Schweizer Fußballverbands – doch Insider vermuten andere Gründe.

Und was wissen – bzw. vermuten – die Insider?

Swissinfo dokumentiert die vorgeschobenen Hintergründe dieser Entscheidung, die in der Schweiz bei so manchem Fußballfan Zähneknirschen verursacht. Für die Bürgerlichen ist das Spielen ohne Kreuz ein Verrat an der Heimat. Der Entscheid stört aber auch “Ästheten, die mit Hurrapatriotismus nichts am Hut haben”.

Politische Stimmen gegen den Entscheid sind am deutlichsten von Seiten der Schweizerischen Volkspartei (SVP) zu hören. Sie fürchtet, dass die Schweizer Fußballer jetzt mit den Polen verwechselt werden könnten.

Mit den Polen! Nicht auszudenken! Gut, immerhin keine Moslems, insofern das kleinere Übel für die Islamkritiker der Blocher-Partei SVP, deren fremdenfeindliche (Anti-)Einbürgerungsinitiative gerade so grandios abgeschmiert ist, weil die Schweizer vox populi eben doch nicht ganz so beschaffen ist, wie der Populist sich das wünscht. Aber Polen – ich bitte Sie, oder fahren Sie etwa kein Auto?

Es ist gut denkbar, dass die Türken, die selber mit Halbmond auf der Brust antreten werden, direkt etwas mit dem Entscheid zu tun haben.

Denkbar ist’s, man weiß es nicht, aber man kann ja mal vermuten, kostet ja nichts, und wenn es gegen Eurabia und Dhimmitum geht, soll man’s ja mit der Beweispflicht nicht so eng sehen.

Die Achse des Guten greift die Klage von PI auf, ohne freilich PI direkt zu verlinken, denn so was ist im Moment nicht opportun – schließlich schreibt dort auch ein gewisser Raddatz -, weist aber auf den der PI-Meldung zugrundeliegenden Beitrag aus Swissinfo hin, denn das Thema darf sich jemand, der einen guten Draht zu Schweizer Eurabiaexperten und Minarettverhinderern hat, nicht entgehen lassen.

Dumm nur, daß zumindest Wikipedia über das fehlende Schweizerkreuz auf den Fußballtrikots zu berichten weiß:

Während eines Dreivierteljahrhunderts war auf dem Trikot über der linken Brust ein markantes weisses Schweizerkreuz angebracht (beim Auswärtstrikot in einem kreisrunden roten Feld). Über die Jahre hinweg verringerte sich die Grösse des Kreuzes um etwa einen Drittel. Zu Beginn der 1980er-Jahre wurde das Kreuz durch das Logo des Fussballverbandes ersetzt. In diesem ist das Kreuz nur noch ansatzweise zu erkennen.

Ein bald dreißig Jahre alter Hut taugt natürlich nicht ganz so gut zum islamkritischen Alarmismus, wie ihn die Eurabia-Apokalyptiker ihn sich wünschen, aber vermutlich hatte schon zu Beginn der 1980er-Jahre die Türkei ihre Finger im Spiel, oder Wikipedia ist ohnehin von Dhimmis unterwandert.

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Genosse Denunziant

4. Dezember 2007 § 11 Kommentare

Der antideutsche Blogger Hector Calvelli schickte eine Mail an die dreiköpfige GbR „Die Achse des Guten“, die er freundlicherweise auch mir zur Kenntnis gab. Hier sei sie dokumentiert – zum einen, weil damit nun geklärt sein dürfte, wer versucht, den Autor Michael Holmes aus der Achse des Guten herauszumobben (Liza war es also nicht; sorry nochmal), und zum anderen, weil sie den – groteskerweise sogar teilweise erfolgreichen – Versuch antideutscher Linksradikaler belegt, einem islamismuskritischen und proisraelischen liberalen Milieu zu oktroyieren, worüber es zu diskutieren und wozu es zu schweigen hat. Hier nun die Mail von Calvelli, nebst Kommentaren:

Meine lieben Herren,

in der Diskussion um Mr. Holmes und seinen (gelöschten) Artikel zur Antifa scheint mir ein wesentlicher Aspekt unterzugehen:

Es sollte für einen anständigen Linken (und vielleicht gibt es derer gar noch zwei oder drei) in keinster Weise ein Problem darstellen, wenn totalitäre Gewaltphantasien kritisiert werden. Es sollte vielmehr seine Sache selbst sein. Doch darum geht es Mr. Holmes keineswegs. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Nachtrag

1. Dezember 2007 § 6 Kommentare

zu meinem Text Notwendige Nestbeschmutzung: Liza versichert mir per E-Mail, er habe sich über den Text von Michael Holmes weder bei der Achse des Guten beschwert noch dessen Löschung gefordert. Auch habe er keine Dritten gebeten, sich zu beschweren. Die Löschung des Textes lehne er ausdrücklich ab. Wohl habe er erwogen, eine Kritik an Holmes‘ Text in seinem eigenen Blog zu veröffentlichen, habe davon aber abgesehen, weil ihn die Sache dann doch nicht so sehr interessiert habe.

Wenn ich Liza unrecht getan habe, möchte ich mich an dieser Stelle bei ihm entschuldigen. (Was nichts an meiner Beurteilung seiner politischen Haltung ändert.)

Tatsache bleiben allerdings die Löschung sowie der Umstand, daß irgendwelche Personen sich beschwert haben, die Michael Miersch in seiner Mail an mich dem „Freundeskreis“ von Liza zurechnet. Bei dieser Formulierung mußte ich den Eindruck erhalten, Liza selbst habe Druck ausgeübt. Fakt bleibt auch, daß die Beschwerden die Löschung zur Folge hatten, ohne daß Rücksprache mit dem Autor gehalten wurde.

Wenn Liza, der bei der Achse des Guten einigen Kredit genießt, als Beschwerdeführer wegfällt, wirkt die Begründung für die Zensur des Textes allerdings noch fadenscheiniger als ohnehin schon.

Notwendige Nestbeschmutzung

30. November 2007 § 17 Kommentare

Die Achse des Guten gehört zu den größten und bekanntesten Politblogs in Deutschland. Die Autoren wollen dem linksliberalen, ökologistischen, israelfeindlichen, islamismusverharmlosenden Zeitgeist etwas entgegensetzen, was meine volle Sympathie hat. Man kennt sich persönlich, den meisten Autoren fühle ich mich in mehr oder weniger intensiver Weise freundschaftlich verbunden. Gelegentlich habe ich Gastbeiträge beigesteuert. Mir ist klar, daß einige von ihnen über diesen Beitrag not amused sein werden. Aber Feigheit vor dem Freund möchte ich mir nicht vorhalten lassen. Doch sei vorausgeschickt, daß das Folgende nicht als Kampfansage an die Achse zu verstehen ist, die ich nach wie vor sehr schätze und deren Autoren ich (größtenteils) mag, sondern als Beitrag zu einer wichtigen Diskussion.

Vor einigen Tagen erschien ein Text von Michael Holmes auf der Achse, in dem er – klassisch antitotalitär – davor warnt, daß Demokraten im Kampf gegen Rechtsradikalismus mit linksradikalen Antifas zusammenarbeiten, da diese letztlich autoritäre und antidemokratische Ziele verfolgten. Er illustriert das mit Erinnerungen an seine eigene Antifa-Zeit. Gewaltbereiten Rechts- wie Linksradikalismus verurteilt er gleichermaßen, ohne zu behaupten, beide seien gleich gefährlich.

Nun hätte man über diesen Text kontrovers diskutieren oder – bei Desinteresse – ihn einfach ignorieren können. Ich selbst halte ihn für nicht ganz geglückt, aber das spielt an dieser Stelle keine Rolle. Tatsächlich wurde in diversen Blogs heftig über ihn debattiert; ferner bekam Holmes nach eigener Aussage etliche zustimmende und ablehnende Zuschriften.

Doch dann geschah etwas seltsames. Der Text war plötzlich von der Seite verschwunden. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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