Der böse Levi und der gute Eppstein

25. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Abenteuerschriftsteller und sein kompliziertes Verhältnis zu den Juden. Mein Beitrag zum Karl-May-Jahr

»Empor ins Reich der Edelmenschen« war ein Vortrag betitelt, den Karl May acht Tage vor seinem Tod am 30. März 1912 im Wiener Sophiensaal hielt. Unter den Zuhörern, so will es jedenfalls die Anekdote, befanden sich die Pazifistin Bertha von Suttner sowie ein verkrachter 23-jähriger Postkartenmaler namens Adolf Hitler. Der war bekanntlich ein Fan des Erfinders von Winnetou und Hadschi Halef Omar, und der Karl-May-Verlag erlebte in den Jahren zwischen 1933 und 1945 seine kommerziell erfolgreichste Zeit. Hat sich Hitler etwa in seiner antisemitischen Weltsicht von dem Abenteuerschriftsteller inspirieren lassen? Klingt nicht »Edelmensch« fast wie der »arische Übermensch«, der sich anschickte, die Juden auszurotten und Europa in Schutt und Asche zu legen?
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Von Meckpomm lernen

3. September 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Politiker, die Vertrauen erwecken und Zuversicht ausstrahlen – so etwas braucht auch Berlin:

Ick werde wahrscheinlich diese Pachtei wähln

28. August 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

»Ein neues Bewusstseinsniveau«

27. August 2011 § 2 Kommentare

Ein Gespräch mit dem Präsidenten des Re’ut-Instituts und ehemaligen Regierungsberater Gidi Grinstein über soziale Proteste, Sicherheitsfragen und einen neuen Gesellschaftsvertrag

Gidi Grinstein


Herr Grinstein, Sie nehmen an den Sitzungen des Trajtenberg-Komitees teil, das die israelische Regierung einberufen hat, um Vorschläge zur Lösung der sozialen Probleme in Israel zu machen. Worum geht es dabei?
Die Probleme sind dreifacher Natur: stagnierende Lohnentwicklung, steigende Lebenshaltungskosten und schwindende öffentliche Dienstleistungen. Kurz gesagt, mehr Ausgaben bei weniger Einkommen. Das führt zu immer größerer Armut. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Ist Milli Görüs islamophob?

25. August 2011 § Ein Kommentar

Dabei hatte sich Angela Merkel doch schon solche Mühe gegeben, umsichtig zu formulieren und keine Religion zu diskriminieren. Beim Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Bundeskriminalamts in der vergangenen Woche sagte die Kanzlerin: »Der Terror von heute hat viele Gesichter«, und erwähnte dabei »islamistische Terroristen« ebenso wie den »Attentäter von Norwegen«, Anders Breivik.

Ausgewogener geht es kaum, sollte man meinen. Doch die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) ist nicht zufrieden. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Israel-Blog, Director’s Cut

25. Juli 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Meine diversen Israel-Blogs der vergangenen Jahre habe ich nun an folgendem Ort gesammelt & archiviert, teils mit neuen Fotos:

Dieses Jahr in Jerusalem

Updates folgen.

„Wir werden nicht Selbstmord begehen.“ Ein Interview mit Danny Yatom

11. Juli 2011 § Ein Kommentar

In einem Hotel am Potsdamer Platz treffe ich den Ex-Mossadchef Danny Yatom. Er ist in Berlin, um die „Israelische Friedensinitiative“ (IPI) vorzustellen, deren Mitgründer er ist. Zweierlei verblüfft mich im Gespräch mit dem Veteranen der Arbeitspartei: wie stark er an den palästinensischen Friedenswillen glaubt und wie leichtfertig er Vorschläge macht – und das Ausland darum bittet, diesen durch Druck auf die israelische Regierung Nachdruck zu verleihen -, die ganz klar am demokratisch geäußerten Willen der israelischen Bevölkerung vorbeigehen, etwa was die Teilung Jerusalems betrifft. IPI hat in Deutschland erwartungsgemäß viele Anhänger gefunden, unter anderem die grüne Heinrich-Böll-Stiftung. Doch im Gespräch wird ebenfalls klar, dass Danny Yatom kein naiver Pazifist ist und sehr genau weiß, dass die eigentlichen Friedenshindernisse im Nahen Osten nicht Netanjahu und Lieberman heißen, sondern Hamas und Iran.

Herr Yatom, Sie sind einer der Mitgründer der israelischen Friedensinitiative IPI. Was wollen Sie erreichen?
Danny Yatom: Diese Initiative und die arabische Friedensinitiative von 2002 schaffen eine solide Grundlage, um die Friedensgespräche wieder aufzunehmen. Wir erklären, dass wir die arabische Friedensinitiative akzeptieren, aber wir fügen unsere eigene Position hinzu.

Was ist der Unterschied zur arabischen Initiative, was haben Sie selbst hinzugefügt?
Was wir völlig zurückweisen, ist das Rückkehrrecht für die Nachfahren der palästinensischen Flüchtlinge. Die können in einen palästinensischen Staat zurückkehren, aber nicht nach Israel. Dann das Thema Grenzverlauf. « Den Rest dieses Eintrags lesen »